Renaissance der Bundesrepublik
Evolution geht nach vorne – eine Renaissance der Bundesrepublik kann nicht zurück
Liebe Leser,
eine starke Woche vor der Bundestagswahl präsentiert sich mir das Kandidatenpersonal der als groß beschriebenen drei Parteien, denen die Medien Kanzler-Chancen einräumen, in einem Nadir der demokratischen Verfassung. Sehen Sie es mir bitte nach, ich neige am heutigen Regentag zu etwas Pessimismus: Ich zeichne ein breites Stimmungsbild der ÜBERreifen Republik – die lange (wirklich) „Wochenendpredigt“ vor der Wahl sozusagen. Jeder weiß, dass so ziemlich alles nicht mehr funktioniert – ein so breites Versagen muss strukturelle Gründe haben, und ich meine: Erfolg oder Misserfolg, auch der Republik, beginnen als Haltungsfrage zuerst im Kopf. Wenn Erfolg etwas ist, was dem Land jetzt für jeden spürbar fehlt, dann kann ich nicht annehmen, dass die konstant gebliebenen Ziele der Altparteien (Migrationsgesellschaft, Klima-Umverteilungssozialismus, Abgabe der Souveränität) Erfolgsziele sein können. Wir AfDler wollen mit der Ideologie aufhören, den anderen ist ihre Ideologie noch bei weitem nicht genug. Erfolg beginnt in unserem Denken mit einem Wechsel der Ziele, dem dann ein Wechsel der Strukturen und der Methoden folgt. Das Ziel können aber nicht die 1980er Jahre sein, die sind vorbei, sondern eine reformierte Republik mit traditionellen Erfolgswerten – Souveränität, Bürgerbewußtsein, funktionierende Demokratie, wirtschaftlich-produktive Dynamik, Freiheit, Wohlstand. Identität liegt im Kern dieser Werte. Wir haben viele Menschen geholt, die bei uns „geistig auf der Durchreise“ sind und im Wesentlichen physisch da: Für sie ist dieser Staat eine wirtschaftliche Möglichkeit, dessen Tradition, Zusammenhalt und Lebenswillen sie in ihren eigenen Interessen nicht berühren, wo sie uns in unserem Krampf, ihnen zu leibedienern, nicht gar offen (und zu recht) verachten – das kommt vor und wird dann politisch so mißverstanden, als habe man selbständig denkende Menschen zu wenig pädagogisiert und sie hätten von unseren unwiderstehlich-unfehlbar-gutdeutschen Werten zu wenig gehört. Mitnichten: Sie verachten die Unterwürfigkeit, wie sie hinter ihr kein Selbstbewußtsein und keine Substanz wissen. Der hilflose Deutsche schwärzt dann gerne seinen Landsmann an, der ein böser Deutscher sei, er selber aber der richtige und der natürliche Freund aller Fremden. Wäre ich hier ein Fremder – mich würde dieser Cultural Cringe anöden. Genau das ist es, was uns heute leider als „Vielfalt“ vorgeführt wird, und wir Deutschen sollen in Vorleistung treten, um Menschen zu „integrieren“, die nicht wegen uns, nicht für uns und nicht um unseretwillen hier sind, denen man aber Pässe und Bürgerrechte gibt, damit die Altparteienherrschaft schön weitergehen kann. Die Autorität des Staates ruht nicht nur auf Gesetzen, sondern auf der bewußten Loyalität der Bürger zum und Loyalität mit IHREM Staat, welche nicht erzwungen und nicht gekauft werden kann – ein solcher Staat bedarf der Würde, und hier sind wir bei der Frage, welches Personal diesen Staat ausfüllt: Das ist das Symptom.
Die „Trielle“ (was für ein Wort – warum nicht ehrlicher „Kartell“!) mag ich gar nicht sehen: Die Kandidaten Laschet, Scholz und Baerbock sind die logische Endstufe des nun über zwei Generationen entwickelten Berufspolitikertum, und sie bringen die Idee der Demokratie selbst mit ihrem eklatanten Mangel an Qualität in Verruf. Es ist eigentlich dieselbe politische Richtung mit Nuancen. Eine Weiterentwicklung der Demokratie mittels der Fortführung und Steigerung heutiger Parteiendemokratie ist nicht mehr denkbar. Es ist ein Parteienstaat, der die staatlich-gewaltenteiligen Einrichtungen wie Handpuppen in der Kasperlebude bedient (wer das Krokodil sein soll – wir, die AfD). 16 Jahre Merkel, welche die Wähler stumpf WOLLTEN, haben den fruchtbaren Wettbewerb der Meinungen ausgeschaltet. Die Mehrheit wählte und folglich WOLLTE das so. Posten wurden über Parteikarriere und unter völliger Ignoranz, ja oft genug (EU-Kommissionspräsidentin, Verteidigungsministerin) in offener Verachtung des Kriteriums „fachliche Eignung“ besetzt, so dass die Leitungsfähigkeit und die Anpassungsfähigkeit des Staatswesens an die raue Wirklichkeit in Frage stehen. Politische Funktionsposten werden der Wirklichkeit und den Bedürfnissen der Bevölkerung regelrecht demonstrativ zum Trotz besetzt. Es hat sich ein Brauch etabliert, mit IDEOLOGIE die Wirklichkeit und damit die Bürger zwingen zu wollen und zu zeigen: Seht her, ich heiße formal ein Minister, also bin ich einer, und mein formaler Rang sagt – also kann ich Minister. Mit aller Gewalt soll gezeigt werden, dass der ideologische Wille die Wirklichkeit übertrumpfe und sich unterwerfe. Man müsse das Lebens-Märchen dieser 1990er Generation nur fest genug glauben, dann werde es wahr: Du kannst alles werden, wenn Du es Dir nur vorstellst! Solches Denken kann die Politik sich leisten, weil kein Parlament sie ernsthaft kontrollieren will, und wenn die durch keine realistische Selbsteinschätzung bekümmerten Großakteure versagen, tun sie, als hätten sie nur einen Kaffee verschüttet: Damit fällt auch die Würde des Amtes.
Mich gruselt die Vorstellung, es sind Leute für die öffentliche Gesundheit zuständig, die brauchen nicht einmal mehr z.B. Arzt zu sein. Sie müssen gar nicht mehr können, wovon sie täglich reden, und fühlen sich vor allem berufen, andere zu lenken. Persönliche Freiheitsrechte zählen nicht mehr; einen hippokratischen Eid hat man nicht geleistet. Andere Leute erzählen von einer nachhaltigen Digital-Elektro-Revolution, die sind vor allem – nicht Ingenieur. Die ideologische Weltgestalterwunsch-Position (vgl. die Papiere des WBGU, Agora Energiewende, Agora Verkehrswende, und wie all die von privaten, keinem Parlament rechenschaftspflichtigen Stiftungen betriebenen „Denkfabriken“ und „Institute“ alles heißen) formt die Wissenschaft, die ihr genehm ist, und die Ergebnisse ergießen sich in Gutachten und Gesetzentwürfe. Der Wissenschaftler wird gefördert, der ideologisch Genehmes schreibt. Seine Hand über alles hält dann noch ein Bundesverfassungsgericht, das Art. 20a des Grundgesetzes zu einem Klimagötzen interpretiert, dem sich jede Faser des gesellschaftlichen Lebens zu beugen hat. Die IDEOLOGIE als vermeintliche Qualifikation zwingt denn auch die Politik zu immer unduldsamerem autoritärem Gebaren, zur Spaltung der Gesellschaft und zur Verteufelung Andersdenkender als vermeintliche Unmenschen und Gesellschaftsfeinde. Sie kann nicht analysieren und kann nicht überzeugen, nur noch zwingen. Die großen Exekutiventscheidungen der vergangenen 16 Merkel-Jahre – sie sogenannte Energiewende, die sogenannte Flüchtlingskrise, jetzt die sogenannte Pandemie-Eindämmung – sie wurden alle nicht als gesellschaftlicher DISKURS behandelt, sondern als amtliche Verteufelung der andersdenkenden Meinung (samt Geheimdienstdrohungen). In Schmier-Kampagnen wurden Millionen gesteckt, in Diskurs – nichts, mutmaßlich wie in der DDR gelernt. Dies, und damit der Verfall der Demokratie zu einem autoritären System, ist eine zwingende Folge des Durchsetzungsprinzips der heutigen politischen Eliten, deren Qualifikation Parteikarriere und strammes ideologisches Bekenntnis darstellt. Wer die Wirklichkeit (reale Probleme) als irrelevant behandelt und stattdessen Ersatzhandlungen errichtet, wer für die Wirklichkeit nicht mehr qualifiziert ist, der wird die Wirklichkeit mit Gewalt wegreden müssen, den Bürgern eine ANDERE mediale (Schein)Wirklichkeit vorsetzen. Er wird die Bürger, die nach wie vor in der Wirklichkeit leben und leben müssen, mit ideologischen Gesslerhüten und politischen Kommissarposten zu SEINEM Referenzsystem zwingen. Er wird die Bürger, die sich partout nicht beugen und ihre Meinung sagen, als FEINDE behandeln. In dem Schema lebt die Alt-Politelite nun einmal, weil sie nichts anderes kann - und sie kann vor ihren fanatischen Anhängern auch nicht zurück. Eine denkende Presse ist als Korrektiv verloren gegangen; das Korrektiv kritischer Parlamente ist verloren gegangen; die Schulden des Auslands bei uns werden mit EU-Wohlfühlrhetorik und digitaler Notenpresse überspielt und angeblich die ganze Welt pauschal gerettet. Die praktische Qualifikation, die wirklichen Probleme des eigenen Landes auch nur zu analysieren, hat man überhaupt nicht mehr und will sie nicht mehr haben – die Selbsttäuschung und Eigenreferenz ist SYSTEMKERN. Eine Reform bringt meiner Meinung nach nur die Stärkung der DIREKTEN Demokratie, um nicht in ein inzüchtiges Willkür-autoritäres Oligarchiesystem mit ochlokratischen Elementen abzugleiten. Sehen Sie bitte, mit welcher absurden Brutalität den Bürgern entgegengetreten wird, als seien sie Vieh, über das eine selbstherrliche Staatsmacht nach Gutdünken verfügt (s. https://www.welt.de/.../Vor-neuer-Verordnung-Ungeimpfte...). Am beleidigendsten ist für mich dabei die fachliche und sittliche Unzulänglichkeit für ihre Posten eben derjenigen, die so etwas verfügen! Dänemark hat den Pandemiestatus ganz einfach beendet. Und das absurde Angst- und Zwangsregime in Baden-Württemberg verantwortet ein GRÜNER Minister, dessen Auftritte im Parlament mich mehr als einmal an ganz andere Gesundheitsprobleme als Covid erinnert haben.
Den „Kreislauf der Verfassungen“ mögen Sie (zum Schrecken aller Sicherheitsbehörden: nichts ist für immer, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungskreislauf) bei Polybios und bei Cicero nachlesen. Nicht weil ich es so will, sondern weil sich unsere Demokratie inzwischen den Korrekturmöglichkeiten verweigert, die sie stabilisieren. Das Berufspolitikertum ist in seiner Weltfremdheit der Keim der Degeneration, den niemand ernsthaft angehen zu wollen scheint. Im Gegenteil, immer mehr Unqualifizierte drängen an den Trog. Das Berufspolitikertum ist zur vermeintlichen Lebenschance für Leute mutiert, die aufgrund von Begabung und Ausbildung in einer bürgerlichen Laufbahn schmerzliche Grenzen konstatieren müssen und die mit jeglicher Art unseriöser Demagogie in ein Versorgungs-Mandat gelangen wollen. Was haben Sie schon zu verlieren? Eine kleine Blamage vielleicht. Was hat unser Land zu verlieren? Den Verlust allen Vertrauens in den Staat und seine Seriosität.
Der Kater folgt jetzt auf den Triumph des stramm Backen-spannenden Mittelmaßes, das durch Loyalitätsaderessen hochgekommen ist: Das Land ist „DURCH“, und jeder spürt es. Laschet spürt es. Die „DURCHHEIT“ offenbart sich in den vermeintlichen Lösungsangeboten. Der gleiche Typ Personal, oft identische Personen, der unser Land in die wirtschaftlich-wissenschaftliche Stagnation und gesellschaftspolitisch in ein ideologisches Equality-Märchenreich geführt hat, bietet sich an, das Land aus der Krise zu führen. Das Problem soll die Lösung sein? Der Volkssouverän kann zwischen Altparteien wählen, die sich lediglich in Nuancen ihrer ideologischen Radikalität und Wirklichkeitsverweigerung unterscheiden und die letztendlich auf weltweiten Klima-Umverteilungssozialismus hinauslaufen sollen. Die AfD haben sie alle von vornherein von Koalitionen ausgeschlossen (aber unsere Regierung redet mit Taliban) Wir müssen stark genug werden, damit man mit uns reden muss. Noam Chomskys Einsichten kann ich (auch heute) nur empfehlen: „Politik ist der Schatten, den die Wirtschaftsmächte auf die Gesellschaft werfen.“ „Jeder mächtige Staat verlässt sich auf Spezialisten, deren Aufgabe es ist, zu zeigen, dass das, was die Starken tun, nobel und gerecht ist, und dass es die Schuld der Schwachen ist, wenn diese leiden. Im Westen nennt man diese Spezialisten "Intellektuelle", und sie, mit kaum nennenswerten Ausnahmen, erfüllen ihre Aufgabe mit großer Fertigkeit und Selbstgerechtigkeit, egal wie lachhaft ihre Behauptungen sind, in dieser Praxis, die sich bis zu den Ursprüngen aufgezeichneter Geschichte zurückverfolgen lässt.“ Besonders aber diese: „Der kluge Weg, Menschen passiv und gehorsam zu halten, besteht darin, das Spektrum akzeptabler Meinungen streng einzuschränken, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zuzulassen - und sogar kritischere und Dissidenten-Ansichten zu fördern. Das gibt den Menschen das Gefühl, dass freies Denken im Gange ist, während die Voraussetzungen des Systems durch die Grenzen der Debatten immer weiter verschärft werden.“ (Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/noam-chomsky/; https://gutezitate.com/autor/noam-chomsky). Wir leben überdies im Zeitalter der linken Kindergarten-Illusion: Ich denke mich so, also bin ich so. Kennen Sie noch Captain Kirk (aka William Shatner), den Kapitän des alten „Raumschiff Enterprise“? Dem nahm man seinen oft aufdringlichen, humanitären Konfliktlöser- und Galaxienbefrieder-Optimismus noch als ehrlich ab. Aber Picard – der ist schon ein pseudohumanitärer Gesinnungstyrann, ein Protofaschist. So geriert sich unser Staat im Inneren und Äußeren auch, als Fanatiker.
Wir haben (zu sehen im Altparteien-„Triell“) einen Stand erreicht, wo: 1. Ein Kandidat über anderthalb Jahrzehnte das lebendige Abziehbild seiner Kanzlerin war und alle Fehlentscheidungen wacker mitgetragen hat. Jetzt schwimmen ihm die Felle davon. Er holt sich kurz vor der Wahl ein „Zukunftsteam“ zusammen, das dadurch auffällt, dass darin partout ein Schwarzer präsent ist, dessen Gesicht mir bisher völlig unbekannt war. Eine krassere Schablonen-Ansage des Zeitgeist-Opportunismus lässt sich nicht denken, in welchem – und das hatten wir die vergangenen 15 Jahre – die Grenzen der Wirklichkeit nicht mehr anerkannt werden und die Selbsttäuschung Institution und Systemmerkmal geworden ist. Ein Team verordneter Gesellschaftsbilder, für das ich nur den ALDI-Prospekt in die Hand zu nehmen brauche. 2. Die zweite Physiognomie verspricht „Respekt für Dich!“. Na, dankeschön, wen wird der einstige Agenda-2010-Verfechter meinen? Die Kassiererin im Supermarkt oder seine (mutmaßliche) Raumpflegerin? Seine Cum-Ex-Bekannten (2016) von der Warburg-Bank (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Dividendenstripping), wo die Hamburger Finanzbehörden Warburg 47 Mio. Euro an der Stadt Hamburg zustehenden Rückzahlungen erlassen hatten? Also Juso wollte er die „Überwindung der kapitalistischen Ökonomie“ (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Olaf_Scholz). Als Bundesfinanzminister war er Rechts- und Finanzaufsicht der (2020) mit dem Insolvenzskandal von Wirecard überforderten BaFin (s. https://de.wikipedia.org/.../Bundesanstalt_f%C3%BCr...; s. https://de.wikipedia.org/wiki/Wirecard). Er sah dem Betrügerkapitalismus zu und propagiert jetzt Gerechtigkeit. Und im Juni 2021 spielt derselbe Mann den Rechtsstaats-Sheriff, der steuerflüchtigem Vermögen im Ausland nachspürt und Denunziantendaten kauft (s. https://www.spiegel.de/.../olaf-scholz-kauft-steuerdaten...). Genau dieses Paradox ist SPD: Er steht für ein Rentenniveau von 48% der letzten Arbeitseinkünfte, ein Hohn im EU-Vergleich. Und sein Gesellschaftsbild: „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“, sagte derselbe Mann 2002 als SPD-Generalsekretär zur Begründung der Kinder-Ganztagsbetreuung" (s. https://www.welt.de/.../Lufthoheit-ueber-Kinderbetten.html) und outete sich als harter sozialistischer Ideologe. Ideologische Regime greifen die Kinder und lassen sie noch als Erwachsene nicht mehr frei. 3. Die Dritte im Reigen erzählt mir, sie sei „Bereit, weil Ihr es seid.“ Bereit für was, bereit wozu? „Eine klimaneutrale Wirtschaft“, eine „vielfältige Gesellschaft“, ein „handlungsfähiges Europa“ – also noch mehr und noch mehr „Reine Lehre“ von EXAKT all dem, was bereits jetzt diesen Staat in die Dysfunktionalität gebracht hat und sich selber in seinen Auswüchsen täglich karikiert. Die Dritte ist eine Art Blumenkind, Polit-Überfliegerin und ein besonders krasses Beispiel vom Gewollt-aber-nicht-gekonnt der Wohlstandsverwahrlosung ihrer eigenen noch-nie-echte-Sorgen-gehabt-Generation. Annalena eben, die ihren Lebenslauf hübscher macht als er ist, und vor allem jung und frisch daherkommen will. Aber ihr Kollege Robert ist auch keine Alternative (s. https://www.sueddeutsche.de/.../parteien-es-gibt-kein...). Der lässt sich coole Stoppeln wachsen und ist vom Brotberuf her (wenn er nicht gerade Berufspolitiker sein kann) ein Germanistik-promovierter Roman- und Kinderbuchautor. Das qualifiziert ihn (wie er meint) in der Welt dieser neuen Wohlfühl-BRD wohl mindestens zum Außenminister, und wenn er das nicht bekommt, dann sicher für Umwelt oder Landwirtschaft. Das ganze Karriereleben wird zu einem aufregenden Experiment auf anderer Leute Existenz‘ Kosten, wir probieren es halt man aus, und wenn nicht – was anderes. Dass an all den Spielen ERNSTE Existenzen hängen, keine Romane, wen kümmert’s. Annalenas Verhältnis zur Leistung und zur geistigen Leistung anderer, darüber mögen Sie sich hier ein Bild machen (s. https://www.welt.de/.../Annalena-Baerbock-soll-mehr-als...; https://www.welt.de/.../Heinrich-Boell-Stiftung-Baerbock...
https://www.welt.de/.../Gruenen-Parteitag-live-98-Prozent...- WELT: „Arbeitgeber-Präsident hält Programm für „wildes Sammelsurium“ aus Steuern und Abgaben“). So eine richtige bezahlte Berufstätigkeit außerhalb des „geschützten“ Politik-Bereichs sehe zumindest ich in ihrem Lebenslauf nicht (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Annalena_Baerbock).
Wovon will Annalena, das Polit-Wunderkind und Liebling des WEF, uns erzählen? Sie ist Mitglied der einschlägigen ideologischen Vereinigungen und – wie Jens Spahn – vom WEF als Young Global Leader(ette) ausersehen: „Baerbock war 2016 Gründungsmitglied[99] und anschließend Vorsitzende des Vereins Hand in Hand Potsdam e. V., in dem sich Menschen in der Geflüchtetenhilfe engagieren. Aktuell ist sie dort Beisitzerin.[100] Sie ist außerdem Mitglied in der überparteilichen Europa-Union Deutschland.[101] Seit 2020 ist Baerbock Mitglied der Community Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums.[s. 102]“ (Wikipedia) Eine kleine Globalistin, würde ich sagen, der vor lauter Anerkennung der großen „Globalistenbuben“ der Kopf schwirrt und die außerhalb der Politik keiner für mich erkennbaren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist (s. https://www.annalena-baerbock.de/.../cv_deutsch_2021_02.pdf; https://www.spiegel.de/.../annalena-baerbock-und-die...). Wo ist sie verortet außerhalb ihres Globalistenclubs? Alle „müssen liefern“, sagt sie, für das 1,5 Grad-Ziel, aber was hat sie geliefert (s. https://taz.de/Annalena-Baerbock-ueber.../!5734264/)? Was HAT sie an Substanz außer ihrem 1,5 Grad-Ziel, das ALLES sein soll und GLOBAL angebunden ist? An dieser Selbsteinschätzung, für alles kompetent zu sein und allen zu diktieren, an dieser Märchenbuch-Naivität gegenüber der wirklichen Welt und ihrer Notwendigkeiten hängen, wie gesagt, die realen Schicksale unserer Bürger, nicht global, sondern hier, meine Nachbarn.
Ich meine, Deutschland ist derzeit auf keinem Gebiet der Hochtechnologie-Forschung mehr vorne dabei, weil es sich in ILLUSIONEN eingerichtet hat, das gesellschaftliche Leben sei eine Öffentlicher Dienst mit Märchenauftrag, in dessen Leben derjenige immer Recht hat, dessen Bild im Rahmen an der Wand hängt, wo alle nach dessen Munde reden und keine eigene Verantwortung tragen wollen: Das GANZE zieht („Wir sind ein reiches Land!“) einen mit, aber das Ganze löst sich gerade auf, wenn die CO2-Priorität alle Produktiven arm macht. Die Atomkraft, in der andere Länder heute Durchbrüche zu erzielen scheinen, hat man mit Ideologie und Populismus beerdigt. Die Kohle will man beerdigen. Die städtische Freizeitgesellschaft weiß alles besser. Die derzeitige Covid-Lage ist ein Symptom für die falschen Prioritäten: Man hat sinnlose Regelungen getroffen, die nur Gesslerhüte sind (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Gesslerhut), und um diese herum wuchern die parasitären, scheinseriösen Geschäftsmodelle auf Steuergeldbasis. Deutsche Menschen sitzen allein im Auto mit ihrer „Schnuffelbuchs“ im Gesicht – entweder haben sie Angst vor sich selbst, oder vor der Welt an sich. Den Gesslerhut nehmen sie fast noch ins Bett mit. Man hat ihnen statt Selbstverantwortung HILFLOSIGKEIT antrainiert. Das ganze Land ist vom falschen Ende her aufgezäumt und wälzt sich in Scheinproblemen. Das Land räumt die Grund-Absurdität – seine „DURCHHEIT“, seine Dysfunktionalität - nicht ab, sondern gestaltet sie begeistert in Details aus. Mittelfristiges Denken, wohin dies das Gemeinwesen führt – fällt aus. Wäre ich ein nahöstlicher Clanchef, würde ich flugs Testzentren aufmachen, Mindestlöhner reinsetzen, allabendlich das Geld der Kino-willigen Jugend (ist das inhaltlich-ideell stagnierende Hollywood mit seinen Filmtrick-Megabudgets und dritten Aufgüssen einer Null-Handlung es wert?) abgreifen und vor allem - meine ganze Sippe täglich zum Testen vorbeischicken. Das System schreit doch danach! Wäre ich z.B. der DEKRA, der dies tut, würde auch ich mir Online-Schulungen zu Covid-Tests ausdenken und aufgrund dieser Schulungen Lizenzen zur Berechtigung als Betriebstester verkaufen. Jeder Betrieb braucht schließlich solche Tester, damit sich seine Leute noch irgendwie (es wird ja alle 24 Stunden ein Test fällig) in der Öffentlichkeit bewegen und schlicht ihre Arbeit tun können. Objektiv betrachtet, könnte das Gesamtarrangement um Covid parasitärer nicht sein: Die Art wie hier um eine Idiotie herum ein Nationalprodukt generiert wird, ohne irgendeine nutzbare Leistung erbracht zu haben, ist unbeschreiblich – es werden lediglich (profitable) Verfahren zur Umschiffung Verwaltungs-künstlich errichteter Klippen ersonnen. Eine Verantwortung für das Ganze fehlt - denn sie WÄRE die Sache der Politiker, die eben diese Fehlsteuerungen ersinnen. Würde Deutschland wie Dänemark per Parlamentsbeschluss die Pandemie beenden (und sich dafür um diejenigen angeblich ca. 0,2% bemühen, die infolge einer Covid-Infektion wirklich ernsthaft krank werden), dann würden die Geschäftsmodelle der Impfstoffhersteller-Aktionäre, Maskenschieber, der Schnelltester, Desinfektionsmittel-Preistreiber, der Impfpass-Digitalisierer, der Schulen-mit-Luftfiltern-Belieferer und anderer Zeitgenossen entfallen und meiner Meinung nach täte dies lediglich diesen Leuten allein weh, nicht aber der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft. Was für eine zynische Staatsmacht, die mitten im Frieden seit über anderthalb Jahren die Bürger bis hin zu Ausgangssperren drangsaliert, die jetzt sadistische 3g- und 2g-Regelungen ersinnt um ihre notfallzugelassenen Impfstoffe zu verimpfen und ein normales gesellschaftliches Leben unmöglich macht, die GESUNDE Bürger unter Rechtfertigungsdruck setzt – und behauptet, die Impfungen geschähen „freiwillig“, so dass der drangsalierte Bürger mögliche Gesundheitsrisiken selberverantworten soll! In jedem normal funktionierenden Land müssten sich unabhängige Staatsanwaltschaften interessieren, was für ein Stück eigentlich gespielt wird. Gewissenlose Scharlatane am Werk, denke ich mir.
Es bilden sich immer mehr Flaschenhälse in Entscheidungsprozessen, die von ideologischen Gruppen ausgehen, welche eine Art politischer Gesinnungs-Kommissarsfunktion beanspruchen und sich in „Beauftragten“ institutionalisieren. Das Staatsziel ist GESINNUNG. Ganz ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach mit all den Gruppen, die von der geschürten Klimahysterie und direkt oder indirekt von Steuergeldern leben, und auch mit einer regelrechten Rassismus-Mahner- & Wächterindustrie. Sie PRODUZIEREN nur Gesinnung. All die SozPäds mit meist Ende 20, sie würden arbeitslos, würde man ihnen nicht aus fernen Ländern neues Bespaßungsklientel zuführen. Nicht viel anders sind einige Träger der Freien Wohlfahrtspflege unterwegs: Ist der aufgeblähte Betrieb da, muss man das Problem dazu holen. Wie rücksichtslos diese Kommerz-Interessen verfolgt werden, erleben wir an der Demagogie gegen die AfD, die dieses Geschäftsmodell zu Lasten der Allgemeinheit beenden will. Mit Bundes- oder Landesförderung für Sozial-Stellen werden die Städte und Kreise angefüttert - und nach 3-4-5 Jahren stehen diese meist (Integrations- oder Gleichstellungs-)Frauen dann (faktisch: um ihre Existenz bettelnd) vor den Ratsversammlungen, ziehen z.B. ein Kaleidoskop aus der Tasche und erzählen von der absoluten Notwendigkeit ihrer bunten Integrations-Visionen oder einer gendergerechten Amtssprache, und warum die Kommune nun die Stelle verewigen müsse. Die gefallsüchtigen Räte wollen der Katze die Schelle nicht anhängen - und nicken den himmelschreienden Schmu betreten ab, die linken Parteien klatschen und loben noch. JEDER ist zu feige zu sagen wie es ist. Es sollen dann sogar EU-Bürger und frühere Gastarbeiter nach 30 Jahren in Deutschland plötzlich „betreut“ werden müssen. Unter Umgehung des Leistungsprinzips und des Leistungswettbewerbs werden sich so Ansprüche und Positionen geschaffen, die allein davon leben, gegenüber der Mehrheit der Gesellschaft, die als „sündig“ dargestellt wird, ein Moralgefälle und schlechtes Gewissen zu konstruieren, sich selber zu Wächtern und Bessermenschen zu überhöhen und dafür VON UNS bezahlt werden zu wollen: Man braucht sie nicht, aber keiner will sie in die Arbeitslosigkeit schicken. Das, Pardon, der Mehrheit verordnete Für-immer-Schuldgewinsel (kann man es noch anders nennen?) wird zum Geschäftsmodell für ein ausuferndes Milieu und auch zur behördlichen Willkürbeschäftigung, wo die Kretschmanns und Strobls in ihrem Koalitionsvertrag siebenmal den Rechtsextremismus bekämpfen wollen, von Linksextremismus aber keine Rede ist. Dann denken sich die Behörden eben die gewünschten Extremisten aus, die sie ja Erfolge in den Regierungszielen vorweisen müssen. Wenn Sie z.B. ein historisches Bild aus der schwarzweissen Zeit von einer nicht mehr existierenden Person österreichischer Herkunft in einer noch existierenden Straße einer südwestdeutschen Stadt ohne jeden (!) Kommentar in ein Soziales Medium setzen, der fuhr da eben damals, das war so - kann es gut sein, dass das Ordnungsamt ihre Berechtigung für eine Schreckschusswaffe einziehen will. Alle sind sie verrückt geworfen und riechen vermeintliche Extremisten in jedem Busch, Sie Bürger könnten ja dies oder das GEDACHT haben: Backen-klemmendes Strobl-Land, wo jeder auf Listen zu kommen scheint, der selber denkt und wo jeder als schuldig gilt, der seine Obrigkeits-Unterwürfigkeit nicht beweisen kann. Diesen Leuten ihre himmelschreienden fachlichen Willkür-Abstrusitäten und ihre sittlichen Defizite öffentlich vorzuhalten, traut sich keiner mehr, der keine Scherereien will. Die Mahner- & Wächter-Leute setzen die Mehrheitsgesellschaft systematisch ins Unrecht und weisen ihr irgendeine Schuld zu, von der sie selber bis gestern gar nichts ahnte: Dafür wollen sie dann gehört werden und institutionellen Einfluss samt Quotenposten. Und Beamte wollen befördert werden. Was leisten die Hundertschaften alle der „Beauftragten“ bei Land, Kreisen und Kommunen, die jährlich Berichte vorlesen, wo es überall latenten Rassismus etc. gebe oder wo sie unsere Sprache gendergerecht, teilhabegerecht oder vielleicht auch klima- und generationengerecht bereinigt haben? Wer all diese ideologischen Kommissare bezahlt ist, ist klar – wer sie wirklich braucht und wo sie der Gesellschaft weiterhelfen, das ist mir zumindest nicht klar.
Hinzu kommt, dass in Deutschland staatliche Einrichtungen STETS gegen Bürgeransprüche zusammenhalten – es muss nicht respektabel zugehen, aber um jeden Preis so aussehen. In Israel kommt es vor, dass ein Ministerpräsident oder ein Staatspräsident wegen strafrechtlicher Vorwürfe vor Gericht kommt und auch verurteilt wird. Seien Sie ehrlich – können Sie sich einen hohen Politiker vor einem deutschen Gericht überhaupt VORSTELLEN, und haben Sie eine Vorstellung, warum bei uns Staatsanwälte weisungsgebunden sind? Das Alt-Politiker-Tableau, dass uns heute angeboten wird, das heißt, die Leute die die Republik in diese Situation der inneren Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit gebracht haben, sie sollen diese jetzt retten? Das Land sehnt sich EHRLICH nach einem größeren Format als uns in den „Triellen“ geboten wird, von Kandidaten, die alle nur die Einäugigen unter den ganz Blinden zu sein scheinen. Zu Wischiwaschi und prinzipienbiegsam (der Mann übrigens, der die AfD „bis aufs Messer bekämpfen“ will), zu undurchsichtig und mit eigenartiger Skandalnähe, zu überheblich-lebensfremd – alle erscheinen sie mir für echte Staatsämter schlicht untermaßig. Ein Amt kann Respekt von der Öffentlichkeit verlangen, wenn es mit WÜRDE ausgefüllt wird und nicht in die Halbwelt abgleitet, wie eine der Privatsender-Jogginghosen-TV-Sendungen. Man braucht nur die Bälle anzuschauen, wenn jeweils der Bundespräsident gewählt wird, dann weiß man, was von dieser politischen Elite geblieben ist und mit wem sie Umgang sucht. Man hat sich die Wulffs angeschaut und sich seinen Teil gedacht. Man hat sich den betont großspurigen Schröder angeschaut, mit seinen teuren Anzügen und teuren Zigarren und „lupenreinen“-Demokratenfreunden (den Frauen hat er darum gefallen). Man hat sich Fischer angeschaut, in dessen Auto einmal eine Tatwaffe transportiert wurde (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer), der eine bekennend-straßenmilitante Jugend vorlebte, der die Deutschen zur Irrelevanz „verdünnen“ wollte (und sicherlich noch will) und der heute mit Vorträgen an Universitäten und dergleichen den Elder Statesman mimt. Selbst ein Otto Schily (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schily), dem man sein integres Format abnahm, konnte sich im Umfeld der Visaaffäre des Außenamtes (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Visa-Aff%C3%A4re) an viel zu wenig erinnern, als dass man ihm abgenommen hätte, dass er diese Republik noch ernst nimmt. Und nehmen Sie einen Wolfgang Schäuble, der mir stets sein eigenes Spiel zu treiben scheint (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble) und eigenartige notorische Neigung zum Zusammentragen nicht öffentlicher Informationen zu haben scheint - und andererseits dafür sorgt, dass einer demokratisch-freien Gesellschaft nützliche Information nichtöffentlich bleibt. Und von einem Herrn Maas brauche ich gar nicht zu reden, der meines Erachtens sowohl das Justizressort als auch das Außenressort als Ämter ungeschminkter Parteilichkeit behandelte. Der JUNGE FREIHEIT Reporter Billy Six hätte wohl in einem venezolanischen Gefängnis verrotten können. Geholfen haben dem deutschen Staatsbürger damals die Russen (s. https://www.nzz.ch/.../fall-billy-six-venezuela-laesst...), während das deutsche Außenamt die ganze Welt über Menschenrechte belehrt. Alle diese Leute, und zweifelllos würden mir weitere einfallen, haben das Standing der bundesrepublikanischen politischen Eliten bei ihren Bürgern nicht etwa gestärkt. Hat es sie je gekümmert? ---
Sehnen wir uns nach der alten Bundesrepublik der 1980er Jahre zurück und sehen die AfD als die bessere CDU? Kaum. Evolution geht immer nur nach vorne und kehrt nie zurück. Wir dürfen die Nostalgie nach „besseren Zeiten“ nicht übertreiben und uns auch hier nicht blauäugig täuschen. Vor dem Hintergrund des heutigen Angebots – Schmidt oder Genscher, ja für einige Sekunden sogar Brandt (ich denke bei ihm an Wim Thoelke und Wum – warum?), das waren aus heutiger Sicht Leute. Aber: Auch damals war alles zwar recht stabil, aber auch nicht rosig, sondern zeitweise eher muffig und ebenso intrigant. Adenauer war ein Rheinbündler und brauchte weder Protestanten, noch den Rest Deutschlands. Er und seine Republik blieben provinziell, und provinziell waren seine Diplomaten (nachzulesen in den Memoiren von Felix Gaerte, der sich während der Fischer’schen Politsäuberung der Geschichte des AA plötzlich als unerwartet lebendig erwies). „Keine Experimente“, „Wir sind wieder wer“ und Freßwelle – ein unter dem Rock der Amerikaner geschütztes, tief unselbständiges kleines Land. Brandt, der in Norwegen netterweise über „Verbrecher und andere Deutsche“ (1946) schrieb, hatten die 1968er (und die Frauen) ins Kanzleramt gespült, und seine Naivität gegenüber dem realen Sozialismus brach ihm das Genick. Vergessen werde ich nicht seinen Kniefall in Warschau, zu dem ich Nachfahre von Vertriebenen meine eigene Meinung habe. Schmidt war durch und durch der Macher, episch waren seine Rededuelle mit dem ewigen Endgegner Strauß - und doch erinnere ich mich an die ersten Blähungen eines ungesunden Wohlfahrtsstaates und die ersten Staatsschulden unter diesen Sozialdemokraten. Auch wenn Schmidt der weit Überlegenere war als Politiker, so haben die Sozialdemokraten doch in der Gestaltung des Landes auf die Masse und nicht auf die Klasse gesetzt (und das ist ihnen bis heute geblieben). In die Gesellschaft integriert, oftmals als Lehrer, wurden diejenigen der 1968er, die sich nicht als militante Staatsfeinde gebärdeten. Es war ein Friedensangebot: Die Befriedungsabsicht war richtig, und doch wurde mit deren subversivem Ansinnen, das System von innen her, aus seinen Institutionen heraus zu schwächen, der Keim der heutigen ideologischen Exzesse gelegt, wo in Habermas’scher und Marcuse’scher Dialektik alles Gewachsene, alle Gewissheit offensiv dekonstruiert wird und sich als vermeintliche Wahrheit auf das geeinigt, womit sie die meisten akademischen Zirkel-Diskutanten dann wohlfühlten. So kam man zu dem Selbstverständnis, man selbst und die Welt, das sei das, was man sich in die Wirklichkeit hinein erdenke. Man SEI die Welt. Und da man zugleich einen geistigen und moralischen Führungsanspruch anmeldete – sollte und soll sich die produktive Bevölkerung diesen (wir sehen es ja gerade!) Konstrukten unterwerfen. Vielleicht war es der beginnende „klassenlose“ Wohlstand, der diese heutige Wohlstandsverwahrlosung in Gang gesetzt hat, an die ich bei den Äußerungen von Annalena stets denken muss. Vielleicht ist es einfach so: Wenn sich die aktuellen WEF-Favoriten vor den Wählern verbrannt und verbraucht haben, dann wird uns eine neue Generation von WEF Global Young Leaders vorgesetzt.
Wollen wir zurück zu Kohl (man unterschätzt ihn leicht: Es lohnt sich die „Kohl-Protokolle“ zu lesen)? Gewiss nicht, denn bei aller gezeigten Respektabilität und Solidität war die letzte Amtszeit eine Quälerei, eine bleierne geistig tote Zeit, eine Art deutscher Breschnew-Analogie, so wie wir Merkel jetzt bis zuletzt erleben. Die stabilitätsbesessenen arrivierten Deutschen neigen zu allzu langen Amtszeiten, haben keinen Mut, als würde der dritte Aufguss besser, denn sie denken in Kategorien der Sicherheit. Die wievielte Generation des Volkswagen Golf gibt es schon, und hat dieses überraschend teuer gewordene Auto noch Charakter? Mit der Politik ist es doch ähnlich. Und Kohl, das war die Bimbes-Republik. Kohl war auch der 2+4-Vertrag, der kein FRIEDENSVERTRAG ist (und damit zutiefst unehrlich, wie so vieles, was in Deutschland respektabel aussieht), und nach dem wundersamerweise die Rechte der fremden NATO-Truppen wieder genauso gelten wie im tiefsten Kalten Krieg. Kohl, das ist auch sein Außenminister Genscher, das ist die de facto Auflassung der im Zweiten Weltkrieg fremd annektierten Reichsgebiete und die übliche Unehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung, Deutschland sei jetzt vereinigt. Herr Genscher, so glaube ich, wird seinem Schöpfer einiges haben erklären müssen, und Dr. Kohl auch. In Baden-Württemberg wurden wir derweil uninspiriert aber fähig regiert, doch die Qualität nahm von Ministerpräsident zu Ministerpräsident ab – als es der CDU einfiel, mitten in der Legislatur Ministerpräsidenten einzusetzen, die sich als Kandidaten nicht dem Wähler hatten stellen wollen. Wir hatten Flowtex, wo der FDP-Finanzminister wider mein Erwarten am Ende vor der Justiz roch wie eine Rose. Dazu kam dumpfes der-Staat-bin-ich-Gehabe, das wir heute bei Kretschmann wieder erleben. Die Verachtung eines Mappus für die Bürger (S 21!) war episch. Doch hätte kein Mappus ein solches geradezu totalitäres Gebaren ausdenken können, wie Kretschmann mit seinen Corona-Verordnungen, der doch als der große Bürgerrechts-Heilsbringer („Politik des Gehörtwerdens“) eine neue Ära hatte einleiten wollen. Heute haben wir die gleiche Filzwirtschaft, nur anders und schneller gewachsen und einen Umgang mit den Rechten der Bürger, dass es einen graust. In Weißrußland hätte ich vielleicht dergleichen erwartet, nicht hier: So eine brutale Fratze der Macht.
Die alte Republik war nicht das, was sie heute verspricht. Ich denke, eines wird kommen und kommen müssen, wenn die Demokratie Bestand haben soll. Spätestens in dieser kommenden Bundestagswahl 2021 wird sich das Modell der PARTEIENDEMOKRATIE totlaufen, denn es löst keine realen Probleme, sondern schafft in der vermeintlichen Lösung ideologisch aufgeblasener Heilsanliegen nur immer neue reale Probleme. Es ist nicht mehr lebbar. Wir in der AfD dürfen von einem strikt reformunwilligen System nicht erwarten, dass die Altparteien mit uns koalieren – sie reden ja heute mit den Taliban, aber eben nicht mit uns. Wir sind der Stachel in deren Fleisch und decken Missstände auf. Sie werden uns mit allen Mitteln (und wohl demnächst dem BVG) verteufeln, uns die Finanzquellen abschneiden wollen, uns von Mitglieder-Zulauf isolieren, sich mit dem Teufel und seiner Großmutter verbünden, nur um die Alternative zu bekämpfen. Was aber immer mit uns wird: SIE können nicht mehr. Vielleicht gruppieren sie sich noch einmal um, wie Macron es tat: Essig in neuen Schläuchen. Dennoch sind WIR im Landtag schon die zweite Legislatur; eine Partei unseres Zuschnitts ist aus der Politszene nicht mehr wegzudenken. Es ist fraglos die robuste Kraft der ostdeutschen AfD-Verbände, Leute, die die DDR erlebt haben und sich keine Märchen erzählen, sich nicht einschüchtern lassen, die uns erhalten hat. Folglich war der Kurs, sich nicht auf selbstzerstörerische Kompromisse einzulassen, GRUNDSÄTZLICH richtig, auch wenn ich den dortigen Kollegen nicht alles unterschreibe. Hierzulande wird sich nach der kommenden Bundestagswahl 2021 angesichts des unterqualifizierten Kandidatenangebots das Modell Parteienstaat ableben, noch in der kommenden Legislatur. Sie lösen Probleme nicht mehr, ja teils erklären sie frivol Probleme zu Lösungen. Um dies zu vermögen, MÜSSEN sie so autoritär herrschen, wie sie es in der Covid-Situation tun, und wir werden noch mehr davon erleben. Dann wird die Demokratie höchstens noch dem Namen nach vorhanden sein, und ich bin einmal gespannt, was all die internationalen Menschenrechtsorganisationen, die Deutschland so großzügig finanziert, dann zu unserem Schicksal zu sagen haben werden. Dieses Szenario ist ein Alptraum, und dass sich unsere Regierenden nicht im Mindesten mehr genieren, erleben wir seit anderthalb Jahren. Es ist ein Scheideweg, und eine autoritäre Pro-forma-Demokratie der Altparteien samt Klima-Zwangswirtschaft ist die derzeit für das kommende Jahrzehnt leider wahrscheinlichste Entwicklung.
Ich will mich zwingen, Optimist zu sein: Die andere (bessere!) Variante ist die demokratisch legitimierte Technokratie, eine Art undogmatische „Notfallregierung“ des gemeinsamen nationalen Interesses, wie es in anderen Ländern in schweren Krisenzeiten vorkam. Dazu allerdings muss ein absoluter Scherbenhaufen vorausgehen, müssen die ideologisierten Idioten und Selbstherrscher dieses Land endgültig in die Knie zwingen und nichts, absolut nichts von Wert hinterlassen. Das schaffen sie auch, wenn sie auch nur 10 Jahre so weiter machen. Der Deutsche ist geduldig. Er hört erst auf, der Staatsmacht glauben zu wollen, wenn er physisch nicht mehr kann. Und genau damit hat er sich die Misere eingebrockt, die wir heute haben. Wo pragmatische Reformen ansetzen müssen, zunächst im Bildungssystem: hin auf unideologisch verstandene LEISTUNGSFÄHIGKEIT, den Wettbewerbsgedanken, den Leistungswillen, die Wissenschaftlichkeit der Inhalte. Das ergibt sich sicherlich aus meiner hier vorgetragenen Kritik an den Zuständen. Reformen muss auch das politische System unterworfen werden: in erster Linie die Begrenzung von Amtszeiten und Stellenbesetzung nach erworbenen Fähigkeiten, welche ein „nur ideologisch qualifiziertes“ Berufspolitikertum verhindern soll und sicherstellen soll, dass wir in unseren Parlamenten und in der Exekutive Menschen haben, die in der realen Welt verankert sind. Es wird demnach, vergleichbar dem Bundesrechnungshof, auch wissenschaftliche Fachgremien geben müssen, die wertende Stellungnahmen zur geleisteten Arbeit der Exekutive aus der Sicht der Notwendigkeiten der Ressorts erstellen. Wir haben so viele „Weise“ und „Räte“, da sollten wir auch einen ECHTEN Kontrollkörper haben, der ideologischen Ausschweifungen der Exekutive entgegenwirkt und in bei seiner Finanzierung neutral gestellt wird. Dass gerade Kontrolle die Aufgabe der Parlamente ist und diese Kontrollfunktion wiederbelebt werden muss, wird mir beim Schreiben klar: Deren Zusammensetzung ist über die Kandidatenlisten derzeit allein die Angelegenheit der Parteien. Über 700 MdB und über 150 MdL allein in Baden-Württemberg wollen versorgt sein! Womöglich, wenn man diese eigennützige Parteienpraxis nicht ändern kann, wären Teilzeitparlamente ein Weg, um deren gesellschaftliche Basis zu erweitern. Das würde Glücksritter entmutigen. Das letztgültige Korrektiv politischer Fehlentwicklungen scheint mir so viel als möglich an direkter Demokratie. Andererseits muss ich zugeben: Unter dem erdrückenden staatlichen Einfluss hin auf eine stereotype und einseitig berichtenden Medienlandschaft, die die Wertungen bereits mit der Nachricht aufdrängt, was könnten die Ergebnisse direkter Demokratie sein? Es ist die Eigenverantwortung eines jeden Bürgers, selbst zu merken zu WOLLEN, wenn man ihn für dumm verkauft – mehr können auch wir nicht für ihn tun. Nicht zuletzt wünsche ich mir unpolitische Richter, die bei allem von der Exekutive (und von Parteinetzwerken) ausgeübten Druck das Wohl der Allgemeinheit nicht aus den Augen verlieren. Das sind fromme Wünsche mit noch wenig klaren Konturen. Klar ist aber Eines: Wenn dieses Land wieder auf seine Zukunft gerichtet funktionieren soll, dann muss es wieder Strukturen entwickeln, die sich REALEN Problemen widmen. Fahrrad-Hobbits, die meinen, auf vorindustriell-nostalgische Weise könnten sie sich ihren kuschligen Bürojob-Wohlstand erhalten (und dennoch überall Breitband und künstlich-intelligente Technologie haben, die uns die schmutzigen Fabriken vom Leib hält), regen mich nur auf – das sind Ideologien für grün wählende Staatsdiener. Die politische Flucht in EU- oder globale Verantwortungsdiffusion kostet unser Land nur Zeit, ebenso die unsinnigen und geradezu mittelalterlichen Weltuntergangshysterien, die auch eine Flucht vor Problemen sind. Damals begaben sich die Entwurzelten überforderter und überhitzter Gesellschaften auf Kreuzzüge, um das Heilige Land zu befreien – heute führen sie CO2- und Klimakreuzzüge gegen sich selbst.
Derzeit bleibt uns nur Eines: In den Wahlen so stark zu werden, dass noch die denkbar verkommenste künftige Konstellation unsere demokratische Existenzberechtigung nicht mehr mit legalen Mitteln in Frage stellen kann. Wer uns akzeptiert und mit uns spricht – fein. Wer uns aber gegen die breite Unterstützung gesetzestreuer und unbescholtener Bürger, die wir haben, als vermeintliche Nichtdemokraten aus der politischen Arena werfen will – der wird ganz offen zeigen müssen, und jeder Bürger wird es sehen, dass er nicht mit sauberen demokratisch-rechtsstaatlichen Methoden vorgeht. Eine Republik mit Bürgern, die erkennen, wo sie und ihr Land heute wirklich stehen, damit ist schon viel gewonnen. Eine optimistischere Botschaft habe ich heute nicht.
Ihr
Emil Sänze









