Kommentar der Woche vom 16.02.2020
Merkel - ein Fall für den Verfassungsschutz, so der den Namen verdient
Liebe Leser,
wir erleben in diesen Tagen ein politisches und publizistisches Kesseltreiben gegen unsere demokratische Partei, das seinem Wesen nach bereits in eine Diktatur gehört. Testballons gab es bereits (2019), als der CDU-Generalsekretär Tauber die „Einschränkung von Bürgerrechten“ forderte, als Innenminister Seehofer (CSU) die AfD auf einer offiziellen Homepage seines Ministeriums als „staatszersetzend“ bezeichnete, als unmittelbar nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle – bevor irgendwelche Ermittlungsergebnisse vorlagen - der bayerische Innenminister Hermann (CSU) samt seinem Parteikumpan Söder der AfD eine Schuld für eine Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas vorwerfen wollten, die Täter wie den von Halle produziere. Natürlich haben diese Herrschaften einen willigen Parteifreund (CDU) als Chef des Inlandsgeheimdienstes installiert, der gegen unsere Partei gerne markige Worte findet (während unser Auslandsgeheimdienst sich wieder einmal als Büttel der US-Interessen outet und zusammen mit deren Diensten in die Geheimkommunikation von über 100 Ländern eindringt; aber das ist eine andere Geschichte). Derzeit wird von allen offiziösen Medien, die dazu nicht zu faul sind, behauptet, laut einem Gerichtsurteil dürfe man Björn Höcke einen „Faschisten“ nennen, er wird auf einem Titelbild des SPIEGEL als „Dämokrat“ dargestellt; die BILD-Zeitung sprengte die gewohnte Gossen-Schamlosigkeit noch mit der Behauptung, Kemmerich sei „von Neo-Nazis“ gewählt, selbstverständlich wieder unter inflationärem Gebrauch der Vokabel „Schande“. Der parteilich-mediale Komplex läuft auf Hochtouren, er läuft schon hysterisch heiß, einschließlich der unvermeidlichen ZEIT mit all den Gesellschaftsforschern, die jetzt wieder als vermeintlich wissenschaftliche Autoritäten aus ihrer gewohnten wissenschaftlichen Obsoleszenz hervorgezerrt werden und in seitenlangen Interviews unsere Partei als vermeintlich wahnsinnig gefährlich für die Demokratie darstellen dürfen, bevor man sie wieder zu Recht auf Jahre vergisst. Unsere Gegner setzen völlig skrupellos jede Art von Massenverdummungswaffe ein. Wie ich höre, fordern Stimmen in der Nordrhein-Westfälischen SPD angeblich, Gesetze müssten unwirksam sein, wenn die AfD für diese Gesetze gestimmt habe. Es steht außer Frage, dass unsere politischen Gegner, bei denen Links und Pseudobürgerlich sich derweil zu Einem mischen. Es wird heute lang & grundsätzlich in dieser Kolumne.
Hatte nicht die CDU, die laut ihrer Parteispitze für den linken Thüringer Ministerpräsidentenkandidaten Ramelow stimmen sollte, Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegenüber der LINKEN - wie auch die AfD Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen Extremisten hat? Hören wir tatsächlich einen Olaf Scholz, der der CDU rät, ihr Verhältnis zur Linken zu überdenken, die die Linke habe sich angeblich in die Demokratie hineinbewegt, die AfD aber von ihr fort? Und denken wir dabei nicht an die seinerzeitige Fusion von SPD und KPD zur DDR-Staatspartei SED, welche die Sozialdemokraten in der demokratischen BRD immer – und heute überhaupt nicht glaubhaft – als eine Art Vergewaltigung durch die Kommunisten dargestellt sehen wollten? Nein, liebe Leser – man kann wirklich nicht sagen, unsere politischen Gegner hätten aus zwei deutschen Diktaturen keine Lehren gezogen: Sie haben die Lehre gezogen, wie man in einer Diktatur einen demokratischen politischen Gegner systematisch entmenscht, um ihn aus der Gesellschaft zu isolieren, Sympathisanten einzuschüchtern, und ihn schließlich kriminalisieren zerschlagen zu wollen. Sie haben gut gelernt, was Diktaturen ihnen vorgelebt haben, und sie leben in der schizophrenen Vorstellung, sie selber könnten solche üblen Methoden anwenden, ohne ihre angebliche demokratische Jungfräulichkeit einzubüßen. Ein solch verlogenes Selbstbild erfordert natürlich, dass man den Gegner, den man so übel behandeln will, verteufelt und entmenscht. Der Deutschlandfunk fabuliert z.B. von „den Angriffen der politisch isolierten AfD auf die Schauspielhäuser“ und stellt unsere Partei als Feinde von Kunstfreiheit und Kultur dar. Es wird in Deutschland wieder der Tag kommen, an dem sich alles für ein Unrechtssystem schämt und alle so tun, als sei keiner dabei gewesen, und keiner habe daraus Profit gezogen. Wenn sich jetzt gewalttätige Linksextremisten ermutigt fühlen sollten, auf AfD-Personal loszugehen, würde mich das nicht wundern: Personal eben, dem man selbst die allgemeine Gleichbehandlung durch den Staat zu entziehen sucht und deren Wahlverhalten man von ganz oben „rückgängig macht“, dem man damit den Schutz elementarer Rechte durch den Staat – verweigert. Oder dem man mit einer großspurigen vermeintlichen „Großzügigkeit“ gerade noch so „gewährt“, mit der zynischen Begründung, auch gegen angebliche Demokratiefeinde sei man ja fair, damit es nicht ganz so nach vogelfrei aussieht. Nach der Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten Kemmerich in Erfurt wurde eine entscheidende Schippe im mittlerweile völlig unverschleierten Kampf von alten Polit-Eliten, die die staatlichen Machtmittel usurpieren und mißbrauchen, gegen die AfD draufgelegt. Und selbst Vereine, die sich für die wahren Verteidiger der Demokratie in Deutschland halten wollen, zeigen sich als blindwütige Mitläufer Merkel’scher Machtanmaßung und erfrechen sich, einen verfassungsmäßig und gesetzmäßig völlig normalen Vorgang, die Wahl eines Ministerpräsidenten durch die Stimmen von 25% der Wähler als einen „Spuk“ zu bezeichnen (s. https://www.mehr-demokratie.de/…/die-demokratie-ist-auf-de…/). Es wundert mich immer wieder, wenn eine solche von jeder Selbstkritik freie Generation von 30-50 Jährigen ihren Großeltern und Urgroßeltern vorhalten will, sie hätten in der Nazizeit moralisch versagt – sie projiziert schließlich ihre eigenen Charaktermängel gedankenlos auf ihre Vorfahren, fordert von Denselben aber zugleich Vortrefflichkeit. Was hingegen inzwischen der AfD grotesker Weise als „Nazi-Methoden“ ausgelegt wird, erfahren Sie z.B. hier z.B. „übertriebene Freundlichkeit“ (s. https://www.facebook.com/ZusammenGegenIntoleranz/videos/2490549031183501/)! Die bigotte und bornierte deutsche Selbstüberschätzung tut im Verein mit dem Willen, zur Herde gehören zu wollen, zu allen Zeiten wahre Wunder an staatsbürgerlicher Jämmerlichkeit und hündischer Kriecherei vor der Macht. Alle wollen sie in Deutschland „die Guten“, „die Mitte“ (vulgo: die HERDE) sein, und Ehrbarkeit und Wahrheit sind in ihrem Besser-als-Du-Wahn ihre ersten Opfer…
Merkmal einer modernen Demokratie ist, dass alle volljährigen Bürger GLEICHBERECHTIGT abstimmen und ihre Stimmen, eben auch die Stimmen der Minderheit, das gleiche Gewicht haben. Das Merkmal einer Diktatur besteht darin, dass 1. die Gewaltenteilung im Staat aufgehoben ist und 2. Parteistrukturen in Staatsstrukturen eindringen und diese in ihrem Sinne lenken, bis die Staatsstruktur mitsamt ihren Garantien für die Bürger zur Scheinstruktur reduziert wird. Wir haben als direkte Folge bereits jetzt eine völlig offen geforderte und in der Form von Parteiabsprachen verwirklichte Ungleichwertigkeit der Mandate und damit der Wählerstimmen. Wir selbst machen im Landtag von Baden-Württemberg die Erfahrung, dass auf unsere Initiativen hin eine sachlich-inhaltliche Diskussion von der Mehrheit der Altparteien im besten Falle simuliert wird. Wir machen in Thüringen die Erfahrung, dass ein Viertel der Wählerstimmen (d.h. die Stimmen für die AfD) von den Altparteien de facto nicht anerkannt werden, nicht als vollwertige Bürger anerkannt werden, dass kein Ministerpräsident mit den Stimmen der AfD ins Amt kommen soll – mithin, dass ein Viertel der Bürger zwar ein Wahlrecht hat, dass ihre Stimmen aber infolge systematischer Absprache der Altparteien, die sich merkwürdiger Weise selber Demokraten nennen, keinerlei Wert besitzen sollen. Dies wird so „gerechtfertigt“, dass in unnachahmlicher Feudalarroganz einem Viertel des Staatsvolkes politisch-moralische Defektqualität unterstellt wird. Die derzeitige Mehrheit beschließt, dass die Stimme der Minderheit kein Gewicht hat. Erschütternd ist, mit welcher Selbstverständlichkeit die Massenblätter dieses Landes diese de facto offene Verschwörung mittragen. Darauf komme ich im Folgenden zurück. Jedoch möchte ich gleich sagen, dass es Dinge wie „ein Machtwort der Kanzlerin“ im Grundgesetz nicht gibt. So einfach ist das!
Was ist bei der Thüringer Ministerpräsidentenwahl im Erfurter Landtag geschehen? Der Mensch ist als Mandatsträger laut Grundgesetz Art. 38 (1) „Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und ihrem Gewissen unterworfen“. Von Ordre de Mufti – respektive Merkel – oder von einem nur zu 75% validen Volk steht im Grundgesetz nichts. Für konservative Menschen ist es völlig normal, die Wahl eines Exkommunisten abzulehnen, der einer Nachfolgepartei der Staatspartei SED des Mauerschützen- und Stasi-Menschenquälerregimes angehört. Es ist ein normaler demokratischer Akt, wenn man im zweiten Wahlgang den eigenen AfD-Kandidaten nicht zur Mehrheit bringen konnte, in einem dritten Wahlgang einen bürgerlichen Kandidaten zu unterstützen und diesem zum Abstimmungs-Sieg gegen den Exkommunisten zu verhelfen. Nun tritt eine KANZLERIN auf, die nicht einmal mehr die Vorsitzende ihrer Partei ist (!) und verkündet anlässlich einer Pressekonferenz während eines Aufenthalts in der Südafrika in Staatssachen, die Rückabwicklung einer demokratischen Wahl sei notwendig. (s. https://www.hna.de/…/angela-merkel-akk-thueringen-wahl-fdp-…). Zitat Merkel: Die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten „war ein einzigartiger Vorgang, der mit einer Grundüberzeugung der CDU gebrochen hat … dass keine Mehrheiten mit Hilfe der AfD gewonnen werden sollen. Es war ein schlechter Tag für die Demokratie. Es war ein Tag, der mit den Werten und Überzeugungen der CDU gebrochen hat und es muss jetzt alles getan werden, damit deutlich wird, dass dies in keiner Weise mit dem, was die CDU denkt und tut, in Übereinstimmung gebracht werden kann.“ Völlig offen wurden hier von Merkel Staatsamt und Parteiangelegenheit vermischt, was man als Verfassungskrise werten muss. Überdies wird die Subsidiarität des staatlichen Baus verletzt, indem keine Bundesstelle einem föderalen Bundesland hineinzureden hat, wer dort eine Regierung wählen darf. GESETZLICHKEIT spielt folglich für Merkel keine Rolle; solche Eliten stehen nicht mehr auf dem Boden unserer Staatsverfassung. Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, der dem verfassungsmäßig und geschäftsordnungsmäßig korrekt gewählten Ministerpräsidenten gratuliert hatte, wurde sogar entlassen. Ich fordere nun Herrn Thomas Haldenwang, den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz förmlich zur Beobachtung der CDU und insbesondere der Funktionärin Dr. Merkel auf, da diese Organisation um elementare Verfassungsgrundsätze wie Gewaltenteilung nicht mehr schert. Irgendetwas in meinem Unterbewußtsein, vielleicht das Wissen um die deutsche Unterwürfigkeit gegenüber Fürstenthronen, vielleicht auch die CDU-Mitgliedschaft dieses Geheimdienstchefs (solche Leute sollten meines Erachtens ohne Parteiaffiliation sein, um objektiv sein zu können!), flüstert mir ein, dass es dazu wohl kaum kommen wird. Parteien wirken im Sinne von Art. 21 des Grundgesetzes „bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen. (…).“ Dass dies nicht mehr der Fall ist, hat in dem Thüringer Vorgang, haben alle Altparteien und selbst die FDP bewiesen, indem sie einen rechtmäßig gewählten Ministerpräsidenten in nicht zu rechtfertigender Weise aus seinem Amt gezwungen haben. Hinter der wie eine Monstranz vor sich her getragenen Verfassung wirkt ein regelrechtes Pilzgeflecht von Parteiklüngel: Diese Parteien halten sich anstelle des Volkes selbst für die politische Willensbildung!
Die Wikipedia sagt über den geschäftsführenden Ministerpräsidenten von Thüringen Folgendes: „Thomas Karl Leonard Kemmerich (häufig auch Thomas L. Kemmerich; * 20. Februar 1965 in Aachen) ist ein deutscher Politiker (FDP). Am 5. Februar 2020 wurde er zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen gewählt. Bereits am Folgetag trat er für eine vorgezogene Neuwahl des Landtages ein und kündigte seinen Rückzug an.[1] Am 8. Februar 2020 trat er offiziell zurück und bekleidet das Amt seitdem nur noch geschäftsführend.[2][3] Seine Wahl löste die Regierungskrise in Thüringen 2020 aus. In geheimer Wahl stimmten allem Anschein nach neben seiner eigenen Fraktion und der CDU auch die Fraktion der AfD für ihn und ermöglichte dadurch seine Wahl. Dies wurde von vielen Medien, Historikern, Politologen, Politikern sowie dem Zentralrat der Juden als „Tabubruch“ und als erste Kooperation bürgerlicher Parteien mit Rechtsextremen seit der Weimarer Republik eingeschätzt.“ Sie sehen – viel kleiner als die bedrohte Weimarer Republik scheint es in den Köpfen dieser „vielen Medien, Historiker, Politologen, Politiker“ und sonstigen Helden tatsächlich nicht zu gehen; sie wähnen sich scheinbar in all ihrer täglichen antidemokratischen Intoleranz wirklich als „Widerstandskämpfer“ gegen eine vermeintliche neue Variante des 30. Januar 1933. Völliger Blödsinn und gegen wahre Widerstandskämpfer dazu noch beleidigend.
In der Tat haben wir nach dem Erfurter 5. Februar 2020 einen PUTSCH VON OBEN erlebt. Die Weimarer Republik hat – anders kann man es nicht nennen – an ihren Aufgaben, das Wohlergehen breiter Schichten zu gewährleisten übrigens schlicht versagt, auch wenn man Ihnen heute die koksenden 1920er Jahre der Spekulanten als Goldenes Zeitalter verkaufen will, während gleichzeitig andere Menschen auf den Straßen nach Arbeit und Brot schrien und die gewalttätigen Kämpfe der Extremisten unterschiedlicher Couleur auf den Straßen der Städte Alltag waren. Man muss ehrlich sein: Was haben wir wirklich aus der Weimarer Republik geerbt? Es hätte niemals eine NS-Diktatur gegeben, hätte die Weimarer Republik nicht an ihren Aufgaben versagt und wäre an der Wahlurne gescheitert – was man Ihnen heute als einen moralischen Makel unseres Volkes erklären will, es sei eben eine Demokratie angeblich ohne Demokraten gewesen. Die heilige Kuh gab damals leider keine Milch, weshalb sie dummer Weise geschlachtet wurde, denn auch heilige Kühe haben Milch zu geben. Dabei ist die Weimarer Republik an ihren unfähigen ELITEN gescheitert und nicht an ihrem hungrigen und verzweifelten Volk, und diesen Tatbestand umzudrehen führt direkt in eine der großen Lebenslügen unserer Republik: Eliten maßen sich an, auf die politischen Regungen der deutschen Demokratie ihres Staatsvolkes „aufzupassen“, sie zu gängeln und in schlimmster Konsequenz – die Demokratie zu korrigieren! Man macht die Demokratie vor unseren Augen kalt, in dem womöglich sogar wirklich geglaubten (es gibt so stupide, selbstverliebte Leute wirklich!) Wahn, Retter der Demokratie zu sein. Die heutigen Eliten haben zwei Wege, wie sie sich vor ihrem Staatsvolk schuldig gemacht haben. Sie, liebe Leser, können wählen, mit was für Typen Sie es wohl zu tun haben: 1. Entweder haben diese amtierenden Eliten die Demokratie (also die Gleichwertigkeit aller Stimmen) nicht verstanden – dann taugen sie nicht in einen demokratischen Staat! 2. Oder ihnen ist die Demokratie egal und sie setzen sich über diese zynisch hinweg (was mir die wahrscheinlicher Variante scheint). In diesem Fall haben sie es eben NICHT mit demokratischen Eliten zu tun – und dann sind diese in einem demokratisch verfassten Staat erst recht falsch! Dieses ihr Glaubwürdigkeits-Dilemma wollen die Herrschaften nun lösen, indem sie ihre Gegner zu Feinden der Demokratie erklären wollen, auf dass nicht auffalle, wie sie unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat mit ihren Rechtsbrüchen täglich zerstören. Überdies hat das Märchen vom latent undemokratischen Volk ja den Vorteil, dass skrupellose Eliten mitsamt ihren publizistischen Wasserträgern und Profiteuren in ihrer angemaßten „moralischen Überlegenheit“ sich vom Willen des Staatsvolkes völlig freimachen und diesem Willen täglich ins Gesicht schlagen. Wir erleben es ja gerade. Was heute mit dem vermeintlichen Menetekel Weimar an die Wand gemalt werden soll, ist in Wirklichkeit die Lehre, die unsere Herrschenden für sich gezogen haben: Die radikale Selbstermächtigung der politischen Elite vom politischen Wählerwillen kann verwirklicht werden, indem man die Entdemokratisierung „Verteidigung der Demokratie“ nennt und weite Teile des eigenen Staatsvolkes (25% der Thüringer, 15% der Baden-Württemberger) als vermeintlich moralisch wertlos und in Konsequenz als politisch gewichtslos darstellt. Mitläufer für das Zerstörungswerk fanden sich 1933 wie heute unter den zahlreichen Profiteuren und Medien.
Heute wollen sich unsere politischen Gegner, die realen Zerstörer der Demokratie, wieder in „großen Zeiten“ fühlen und „historisch wichtig“ handeln, indem sie die demokratische Partei AfD boykottieren, diffamieren, ja kriminalisieren. Ihre eigene Bedeutungslosigkeit und ihr Mittelmaß soll dadurch gesteigert werden, dass sie vermeintlich große Gesten tun – wir sind nun mitten in einer Farce, deren linkische Akteure auch noch ausgesprochen gut und wichtig finden. Sie wollen von ihrem eigenen täglichen Versagen, ihrem Untermaß ablenken, indem sie sich als alternativlos darstellen – wo doch jeder längst die Alternative sehen kann. Und dennoch: Das diffamierende Schlagwort von der „Demokratie ohne Demokraten“ gewinnt heute bedrückende Aktualität. Die altgedienten Polit-Eliten der Altparteien, mit allen Wassern gewaschen, suchen vor ihrer verdienten Demise an der Wahlurne die Notbremse zu ziehen. Sie schrecken mit der Kriminalisierung ihrer Gegner, einer demokratischen, legalen Partei, vor keinem schmierigen Schurkenstück zurück. Was in Erfurt gezeigt wurde ist folgende Lehre: Ein allzu bequemes Volk hat seine teuer mit zwei verlorenen Kriegen erkaufte Demokratie in die Hände von Nichtdemokraten gelegt und geglaubt, es könne sich getrost um Essen, Trinken und Wohlstand kümmern, und seine Ideale und Freiheiten würden zu treuen Händen gut verwaltet! Merkels Ungeheuerlichkeit hat gezeigt: Mitnichten ist dem so.
Wie sind wir in die derzeitige Situation geraten, in der man demokratische politische Gegner dreist zu den Unberührbaren der Gesellschaft erklären kann, deren Kriminalisierung imminent ist? „Das Sein bestimmt das Bewußtsein“, sagt Marx zu recht, also werden Menschen zuvorderst von Interessen geleitet. Es fehlt unserer einheimischen Gesellschaft und ihrer Politik an jugendlichem Wagemut und an Innovationsfreude. Idealismus gilt nicht viel, und unserer begeisterungswilligen Jugend wird systematisch Protestersatz – wie Klimamärsche – angeboten, der in Wirklichkeit manipulativ und zutiefst systemtragend ist. Professoren äußeren ihre wirklichen Erkenntnisse heute erst nach der Emeritierung. Alte Gruppenbesitzstände werden verwaltet und verteidigt, neue mit vermeintlich existenzwichtig-unwiderstehlichen (in Wahrheit krass ideologischen!) Begründungen gegen die Allgemeinheit durchgesetzt. Wenn Sie z.B. einem Fahrlehrerverband heute das importierte Sozialklientel als gesponserte Kundengruppe wegnehmen, dann zeiht man Sie allen Ernstes des Rassismus – denn es scheint ja das Menschenrecht eines jeden Afrikaners sein zu sollen, illegal herzukommen und nach einigen Jahren Arbeitslosigkeit einen Führerschein gefördert zu bekommen, für den der brave einheimische Erwerbstätige selber zahlt. Unsere demographische Pyramide drückt sich als ein Überhang von älteren, aus Neigung passiven und beharrungswilligen Menschen aus, deren Lebenslage keine Innovation fordert - das heutige, beharrende Stammklientel der CDU, das die CDU immer noch für eine konservativ-bürgerliche Union hält, und nicht für ein aus einer DDR-Systembiographie heraus betriebenes Merkel’sches sozialistisches Dekonstruktionsexperiment, dessen Ziel eine „große Transformation“ augenscheinlich in einen weltweiten öko-kommunistischen Umverteilungsstaat münden soll, in dem die Eliten nach wie vor Wein trinken werden, während sie den Unterlingen Wasser und Vermehrungsverzicht predigen. Dabei ist die Dekonstruktion in vollem Gange. Auch die Mehrheit der Jungen, denen man alle möglichen wirklichkeitsfremden Flausen eingetrichtert hat, die noch kein Eigentum erworben haben und die noch keine bürgerlichen Freiheiten gegen eine Diktatur verteidigen mussten, werden die Dekonstruktion nicht aufhalten, sondern sind in der neuen sozialistischen Parteieneinheit oder Einheitspartei von tiefrot über tiefschwarz bis hin zu tiefgrün begeisterte Parteigänger, die tatsächlich glauben mögen, am Aufbau einer konstruktiven, gerechten Welt-Vision beteiligt zu sein, die ihre Heil heute in einer EU-Regierung oder gar einer Art Weltregierung vermuten. Ihnen hat niemand beigebracht, dass ihre eigene Nation etwas taugt und etwas kann.
Im Moment scheint es mir nach Unterhaltungen mit zahlreichen Bürgern etwa so gelagert: Wir mögen in unserer Gesellschaft a) ein gutes Viertel vorwiegend älterer Menschen haben, bei denen die „Uns geht es doch noch gut!“-Propaganda und das verblasste „Mutti“-Image Merkels noch ziehen. Veränderungen scheuen sie in ihrem Lebensalter. Sie wählen CDU aus Gewohnheit, oder weil sie sich der Erkenntnis der aktuellen schädlichen Entwicklung verweigern und tatsächlich glauben wollen, die Antidemokraten und Rechtsbrecher säßen in Thüringen und nicht im Kanzleramt. Ein weiteres gutes Viertel der Wähler dürfen wir b) einem links geprägten jugendlichen Milieu zuordnen, das durch die linksgrüne Schulpolitik und das universitäre Klima geprägt wurde. Diese Menschen sind ideologisch unterwegs, und mit ihnen Kompromisse finden zu wollen scheint mir illusionär. Sie neigen sozialistischen Ideen zu, weil sie die Marktwirtschaft überfordert, sie öko-humanitären Blütenträumen nachhängen, und weil sie die reale Unfreiheit und die materielle Not orthodox-sozialistischer Systeme anderen zwar gerne zumuten, selber aber nie haben erleben müssen. Die in der Presse recht häufig verbreitete Nostalgie von der DDR als einem eigentlich „besseren“ deutschen Gesellschaftsentwurf spricht da Bände. Es verbleibt die andere Hälfte der Bevölkerung – die im Erwerbsleben steht. Hier ist entscheidend, welcher c) Teil der Erwerbstätigen von den derzeitigen Zuständen und der ideologischen Ausrichtung der Politik profitiert und wem es gut geht. Dies mögen weitere fünfundzwanzig bis dreißig Prozent der Gesellschaft sein, von deren Verhalten – von deren Loyalität oder Entfremdung von den derzeitigen Verhältnissen – das Schicksal dieser Republik aber entscheidend abhängt. Hier würde ich zunächst an Profiteure verordneter „neuer Technologien“, „Klimaschutzmaßnahmen“, alle möglichen Antidiskriminierungs- und ähnliche Stellen denken, sowie ein Heer von Verwaltungsleuten, Juristen und Lehrern, das der heutigen Staatsmacht sein Auskommen und Brot verdankt. Solange diese Menschen noch ihren Vorteil erhalten, und den Zustand der Gesellschaft als solchen (sowie die Relation zu ihrem eigenen Status) nicht wahrnehmen wollen, werden die derzeitigen Missstände anhalten. Dies geht bis hin zu ausgesprochen parasitären Geschäftsmodellen einzelner Gruppen, indem man z.B. unter Klimaauflagen oder Gleichstellungsauflagen die Allgemeinheit mit sachlich unnötigen Regulierungen zum Vorteil der eigenen Interessengruppe belastet. Es ist da im wesentlichen d) die produktiv tätige, bürgerlich und patriotisch denkende Schicht, die z.B. als Facharbeiter und Ingenieure durch die Schaffung von realen, verkäuflichen Dingen und damit von Mehrwert das wirtschaftliche Fundament eines Staates bildet, an den sich so viele Esser hängen, die über das Schicksal Anderer bestimmen wollen, oder die schlicht unbelastet von störenden Realitäten ihr Leben genießen wollen. Oder die z.B. - ohne politische Rückendeckung - öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten hat, oder die in dem kafkaesken System des Gesundheitswesens tätig ist. Diese Schicht ist bereits jetzt mit steigenden Steuern und Abgaben (Stichwort: kalte Progression) unter Druck, arbeitet sich in einem mit immer neuen Regulierungen verkomplizierten Hamsterrad ab. Solange sie noch für die Finanzierung aller möglichen organisierten Mißstände und für das sorglose Wohlleben und die frivolen ideologischen Feuchträume weniger produktiver Gruppen eingespannt werden kann, und diese Lasten noch tragen kann, werden sich die derzeitigen Zustände halten – auch wenn es inzwischen einer massiven Einschüchterungskampagne seitens des politisch-medialen Komplexes bedarf, um diese zunehmend frustrierten Menschen vom Anbändeln mit der AfD abzuhalten. Freilich schießt dieses Land sich in seinem ideologischen Wahn selbst ins Knie: Während der „Alltagsrassismus“ des harmlosen Sarotti-Mohren zum Tagesproblem der Republik erhoben wird, wird die Autoindustrie (und die anhängige Metallindustrie) mit Technologieverboten und frivolen Schadenersatzforderungen in die Knie gezwungen. Allein Daimler hat den Abbau von bis zu 15.000 Stellen angekündigt und den Aktionären die Dividenden drastisch gekürzt, da der Konzern in einem frivolen politischen Umfeld Rückstellungen für alle möglichen Schadenersatzansprüche bilden muss. Nun verspricht Kretschmann, die in absehbarer Zeit freigestellten Ingenieuren aus der in Baden-Württemberg virtuos beherrschten, aber durch politische Frivolität und ideologische Borniertheit kaputtgemachten Verbrennungsmotorenfertigung eine „Weiterbildung“ in Richtung der neuen Zukunftsgötzen „Digitalisierung“ und „Künstliche Intelligenz“, weil er gemerkt hat, dass seine eigentlichen Steuerzahler bald mit leeren Händen dastehen werden und er diesen Leuten heute wenigstens irgendein halbgares Versprechen machen muss, sonst ist er weg vom Fenster!
Leute, die ihre eigene Frustration mit den Ergebnissen demokratischer Prozesse nicht mehr aushalten, beschimpfen andere, werfen ihnen Blumensträuße vor die Füße und halten sich dabei auch noch für intelligent und integer. Was für eine Gärung sich die CDU eingebrockt hat, mögen Sie hier übersehen (s. https://headtopics.com/…/armin-laschet-schlie-t-kooperation…). Herrn Laschet halte ich übrigens für „Merkel light“ und Herrn Seehofer schlicht für nicht ministrabel. Wenn Israels Botschafter in Deutschland Thüringen am 6.2.2020 einen „Moment der Wahrheit für die deutsche Demokratie“ (s. https://headtopics.com/…/israels-botschafter-thuringen-mome…), dann haben unsere auffallend selbstverliebten, selbstgerechten, aber leider hin und wieder etwas tumben politischen Gegner, die auf ihre angeblich aus der NS-Zeit gezogenen moralischen Lehren so dümmlich stolz sind, vielleicht dessen feine Doppeldeutigkeit nicht verstanden. In Israel gehen rechtsbrecherische Minister immerhin vor Gericht, während bei uns sich sogenannte Verfassungsschützer inzwischen zu ausführenden Bütteln undemokratischen Politikerwillens herabwürdigen - und Staatsanwälte weisungsgebunden sind. Israels Botschafter hat unseren Altparteien ein gründlich vergiftetes Geschenk gemacht, aber in ihrer Selbstverliebtheit und Selbstgerechtigkeit merken sie es nicht – und er selbst vielleicht auch nicht.
Ihr
Emil Sänze









