Kommentar der Woche vom 07.03.2020
Die nächste massive Einwanderungswelle klopft an – wird sie Merkels Endgame
Liebe Leser,
wie von unserer AfD seit dem Abschluss des EU-Türkei Flüchtlingsabkommens vom Frühjahr 2016 vorausgesagt, haben wir Deutsche (denn nicht alle EU machen das perfide Spiel mit) uns im Umgang mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan ein echtes Trojanisches Pferd, eine für uns no-win-Situation eingefangen. Es war uns AfDlern völlig klar, dass Erdogan sich nur zeitweilig mit Geld abfinden lässt, um Druck von der deutschen Innenpolitik zu nehmen, dass er aber an langfristigen Staatszielen der Türkei festhalten würde.
Auch sein Zündeln in den Kurdengebieten benachbarter Staaten war vorhersehbar, da nach türkischer Lesart kein Kurdenstaat entstehen darf. Wir haben erlebt, dass die mittel-osteuropäischen EU-Länder sich einer deutschen Bevormundung verweigern und die Aufnahme von kulturfremden Migranten bis heute aus verständlichen Gründen ablehnen – immerhin wollen sie nach 45 Jahren sowjetischer Dominanz ihre wieder auferstandenen Nationalstaaten und ihre Souveränität genießen und lassen sich ihre Zukunft nicht für ein EU-Linsengericht abschwatzen. Ihr Selbsterhaltungsinstinkt dünkt mir noch klar und gesund, gerade weil sie ihre Identität gegen die kommunistische Gleichmacherei behaupten mussten und daraus gelernt haben. Es war uns AfDlern ebenso klar, dass Erdogan, der von einer vorderasiatischen Vormacht-, ja Großmachtrolle träumt, die windelweichen Europäer, die nicht so sehr zu fürchten scheinen wie „häßliche Bilder“, früher oder später mit neuen Migrantenströmen erpressen würde. Um Menschen zurückzuhalten, bekommt er Geld – wenn er von uns gerade kein Geld braucht (oder noch mehr Geld), sondern unterwürfigen Gehorsam, dann schickt er diese Menschen los und lässt sie in Bussen an die griechische oder bulgarische Grenze fahren. Angeblich befinden sich derzeit in der Türkei 3,6 Mio. Flüchtlinge aus Syrien – und laut dem türkischen Innenminister Soylu 76.358 (am 1.3.2020) bereits in der Provinz Edirne, die an Griechenland und Bulgarien grenzt. Die Situation, von der wir heute sprechen, ist schnöde Erpressung ( https://www.zeit.de/…/tuerkei-griechenland-grenze-europaeis…, s. Kommentarteil), wobei es plötzlich in der deutschen Presse heißt, die Syrer in der Türkei – ohnehin in einem prekären Status gehalten – fühlten sich dort angeblich nicht mehr sicher. Warum sie sich dort von heute auf morgen nicht mehr sicher fühlen sollten – erklärt man uns nicht. Die Allermeisten, die sich auf den Weg an die Grenze gemacht haben, sind, folgt man Videomaterial von vor Ort, junge Männer im – Pardon – besten Soldatenalter und voller Adrenalin. Auf Lesbos sieht man die brennenden Lagerfeuer der Migranten, sieht Migranten gegen die griechische Grenze anstürmen und Steine auf Sicherheitskräfte werfen, die sich mit Blendgranaten und Tränengas des Ansturms erwehren. Man mutet Ihren Augen, liebe Leser, plötzlich wieder Stacheldraht zu, und zwar von der buchstäblich eine Grenze verteidigenden Seite aus gefilmt. Griechische Soldaten stehen (auf dem WELT-Nachrichtenkanal) nicht etwa wie die Bundeswehr im Deutschland des Jahres 2015 mit Bananen in der Hand da, sondern mit dem Heckler & Koch-Sturmgewehr G3 (s. https://www.youtube.com/watch?v=WYaFBfmwMhc). „Wir haben den Schutz unserer Grenzen auf das höchste Niveau verstärkt, um illegale Einreisen zu verhindern“, liest der griechische Regierungssprecher vor den laufenden Kameras ab, „außerdem werden wir einen Monat lang keine neuen Asylanträge annehmen.“ Griechische Grenzschützer geben auf dem BILD-Kanal scharfe Warnschüsse ab (s. https://www.youtube.com/watch?v=d55iD_EQNvE). Es scheint ihnen völlig egal zu sein, was die Bundesregierung, was Frau Baerbock von den GRÜNEN von ihnen denken. Frau Baerbock fordert die Registrierung der Migranten direkt hinter der griechischen Grenze und deren Verteilung in Europa. Sonst drohten „furchtbarste Bilder“ an der türkischen Grenze. Da frage ich mich, ehrlich gesagt, welche Bilder drohen da eigentlich bei uns? Wie sich die „Schaffung neuer Kapazitäten“ zur Aufnahme übrigens mit dem allgegenwärtigen Kampf grüner Bürgerinitiativen gegen neue Wohngebiete in den Streuobstwiesen vor der eigenen Haustür vereinbaren lässt, während man seinen Landsleuten Nachverdichtung in den Ortschaften oder infolge Deutschenmangels nicht mehr auf Deutsch unterrichtsfähige Schulklassen aufdrängt, oder gar den Osten der Republik gründlich aufmischen will – das hat mir noch kein Grüner erklärt.
Erinnert nicht auch Sie, liebe Leser, der Schußwaffengebrauch an der griechischen Grenze an die seinerzeitige Unisono-Medienhetze gegen unsere seinerzeitige Parteifreundin Frauke Petry? Sollten gar die Griechen, Wiege der paneuropäischen Kultur, schnöde Menschenhasser sein? Deutsche Medien legen Ihnen dies wieder nahe. Sie sprechen von der „Verzweiflung der Migranten“, die sie nach Europa treibe. Als Beleg wird der Ertrinkungstod eines kleinen Jungen vor Lesbos angeführt: „Flüchtlinge hatten ihr eigenes Schlauchboot versenkt, um von der Küstenwache aus Seenot gerettet zu werden.“ Um welcher Ziele willen man das Leben seines Kindes riskiert – das Urteil darüber überlasse ich Ihnen selbst, liebe Leser. Man mag die ewigen Lebenslügen unseres in bizarrer, ultrahumaner Weltflucht und Wirklichkeitsleugnung gefangenen Landes eigentlich nicht mehr ertragen, das unschöne Bilder mehr zu fürchten scheint als unschöne Realitäten, das Gewalt hinnimmt und das um buchstäblich jeden Preis – die Zukunft der eigenen Bevölkerung – Gewaltszenen und Leidensszenen im Jetzt scheut. Kein Mensch soll mit erzählen, dass solche Gewalt- und Brandszenen nicht von denjenigen Kräften inszeniert werden, die an Druck auf die Europäische Union interessiert sind, und wenig scheint mir dagegen zu sprechen, dass dies der türkische Staat selbst ist. Wer etwas um jeden Preis scheut, der macht sich gegenüber Demjenigen erpressbar, der dieses Etwas kontrolliert. Erdogan weiß, wie man mit einem kindisch gewordenen Kontinent umgeht, der Bilder fürchtet. Kindisch bedeutet vor allem: Verantwortungslos.
Meiner Meinung nach sehen wir Videomaterial von einer Völkerwanderung, die man auf unseren Kontinent losgelassen hat, und die bezweckt, was Völkerwanderungen immer bezweckt haben – ein besseres Leben für sich in einem gelobten Land, eine Landnahme auf Kosten der dort lebenden Menschen, deren politische Gebilde sich des Drucks nicht mehr erwehren können oder aus innerer Substanzlosigkeit, einem Verlust an wehrhaften Überzeugungen, nicht mehr erwehren wollen. So mag es den britischen Kleinkönigen der verlassenen römischen Provinz ergangen sein, die sich angelsächsische Fachkräfte geholt hatten und sich dann mit dauerhaften Siedlungen auf ihrem Boden konfrontiert sahen, der gerufenen Gäste nicht mehr Herr wurden und schließlich eine geduldete Randexistenz in den walisischen Bergen fristeten: Jeder Keil beginnt mit einem dünnen Ende. Erdogan behauptet nun, die EU habe sich nicht an das 2016 geschlossene Abkommen gehalten, indem man sich nicht einig sei, ob an Nichtregierungsorganisationen gezahlte EU-Gelder in die versprochenen Summen – die ich als eine Art uns abgepresstes Schutzgeld interpretiere – eingerechnet würden. Erdogan will die EU-Zahlungen direkt in seinem Staatshaushalt verbuchen, und er drängt auf Visafreiheit für Türken (s. Schwarzwälder Bote am 3.3.2020). Dabei war selbst das 2016 ausgehandelte Abkommen mit gravierenden, aber in der Öffentlichkeit wenig bekannten Zugeständnissen der EU belastet – insbesondere die Neuansiedelung (!) eines „neuen“ Syrers für jeden von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgenommenen Syrer und die Perspektive der Visafreiheit für türkische Staatsbürger im Schengenraum (s. https://de.wikipedia.org/…/EU-T%C3%BCrkei-Abkommen_vom_18._…). Ein Abkommen (2016) mit derartig weitgehenden Zugeständnissen kann nur eine Regierung in verzweifelter Lage ausgehandelt haben. Wann ist uns die Schwäche der Merkel’schen Republik, die nationale Demütigung, je so schonungslos vor Augen geführt worden, die eine Geisel ihrer eigenen systematischen Realitätsverweigerung, ihres himmelschreiend verlogenen Menschenbildes ist? Staaten verhalten sich letztendlich mit ihren Interessen im Großen so wie Individuen im Kleinen. Wie könnte Erdogan da anders als die verweichlichten Deutschen mit ihrem ewigen „Um keinen Preis mehr Schuld!“ verachten?
Sie kennen uns, die AfD, natürlich: Merkel ist Schuld! Freilich ist sie das – aber ich bin Ihnen schon schuldig, daß ich Ihnen aufzeige, in welcher Weise genau. Uns Deutsche behandelt man mittlerweile wie Kinder und zeigt uns in buchstäblich allen existenzwichtigen Themen nur noch geschönte Bilder.
Migrationsdruck, der sich gewaltsam Einlass verschaffen will – wird zu einem Solidaritätsappell für angeblich in ihrer Mehrheit hilflose Schutzbedürftige. Arbeitsplatzangst – wird zu einer Friedensbotschaft der Klimaretter, die eben auch unpopuläre Zwangsmaßnahmen gegen Uneinsichtige erfordere. Nullzinspolitik – ist ein Bundesverdienstkreuz wert. Eurorettung – ein europäischer Liebesdienst. Unbezahlbare Energiewende – wird zu einem internationalen Erfolgsmodell. Greta Thunberg (von der wir nun einige Wochen nichts Neues gehört haben, das EU-Klimapaket ist ja durchgesetzt) – wird zur heiligen Einfalt und unverbrauchten Unschuld, die über Wasser läuft und der die orientierungslosen Erwachsenen zu Füßen liegen. Corona-Virus – war wochenlang unbedeutend gegenüber einer banalen Balgerei um den CDU-Vorsitz. Besorgte Bürger – werden in der beinahe-schon-Diktatur der vermeintlichen Schönen Neuen Welt zu angeblichen Rechtsradikalen in der Mitte der Gesellschaft. Da kann es nicht ganz verwundern, wenn man vor lauter Selbstverliebtheit in seine Ultrahumanität auch dem Rest der Welt geschönte Bilder zeigte: Komm her, wir richten dein Leben! Du wirst ausnehmend zartfühlend behandelt und dein sauberes Bettchen ist schon gemacht! (s. BAMF-Video über das deutsche Asylverfahren von 2014 https://www.youtube.com/watch?v=PQjcCZe8r9Y, das angeblich auch im Internet in Pashtu verfügbar gewesen sein soll). Wie könnte jemand einem solchen Angebot widerstehen, der mit seinem jungen männlichen Leben nichts Besseres vor- bzw. der in seinem eigenen Heimatland keine besseren Perspektiven hat? Wohlgemerkt: Ich spreche von Wohlstandssuchern, nicht von Menschen, die tatsächlich vor unmittelbarer körperlicher Bedrohung, vor Krieg und Gewalt fliehen. Merkel spürte: Eine knappe Mehrheit in diesem Land wollte nicht an Handlungsfolgen denken, wollte rabiat gesinnungsethisch handeln, wollte sich um jeden Preis GUT fühlen – auch um den Preis der eigenen Zukunft – und erwartete ein Kindermärchen-Happy End. Dieser Wunsch wurde konsequent unter propagandistischer Beschallung der Bevölkerung bedient und im konzertierten Kampf gegen alle Andersdenkenden („Dunkeldeutschland“) von den höchsten Spitzen des Staates sekundiert. „Mutti“ Merkel, unpopuläre Bilder für ein lebensfern erzogenes und unmündig-kindisch gehaltenes Publikum fürchtend, hat verantwortungslos gegen ihren Amtseid gehandelt! Sie hat unter Bruch von Art. 16a/2 demonstriert, dass sie Recht nicht achtet, wenn dies ihrem Popularitätskalkül nützt. Sie hat uns von einer angeblichen Mehrheit von Ärzten und Ingenieuren, sonstigen Fachkräften erzählt, während wir eine massenhafte unqualifizierte Einwanderung in unsere Sozialsysteme erlebt haben. Wir erleben in den aufnehmenden europäischen Gesellschaften heute elementare biologische Abwehrmechanismen, wie sie in den Werken der Verhaltensforscher und Human-Ethologen Konrad Lorenz (heute im deutschen Sprachraum gerne als NSDAP-Karrierist verrissen, aber 1973 nicht grundlos mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt) und Irenäus Eibl-Eibesfeldt (Leopoldina-Mitglied und Träger des Großen Verdienstkreuzes des Großen Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Iren%C3%A4us_Eibl-Eibesfeldt) als Universalien menschlichen Verhaltens geschildert werden: Kommen fünf Fremde, wird für die Gäste freundlich aufgetischt. Kommen fünfzig, werden der Häuptling und sein Hofstaat hellhörig. Kommen fünfhundert, dann werden die Speere geschärft. Kein Wunder, dass in der offiziellen Merkelwelt Eibl’sche Konzepte wie „ererbte Fremdenfurcht“ oder das „Recht von Ethnien auf ihre eigene Identität“ keine Konjunktur genießen. Empirische Soziobiologie gilt als unfein, als „rassistisch“, und wir haben es heute mit einer Sozialwissenschaft zu tun, die alle evolutionär entwickelten menschlichen Verhaltensmuster für willkürliche Konstrukte zu halten scheint - und dem eine moralische Absolutbewertung überstülpen will, was real und jenseits von Gut und Böse überlebenswichtig ist. Unser Land wird auf eine vermeintliche Engelsqualität konditioniert, stets mit dem Hinweis auf NS-Verbrechen, die genau zu diesem Zweck verewigt-institutionalisiert werden. Und wenn diese knapp zu werden drohen, kommt die Kolonialgeschichte ins Spiel bis zur ideologischen Säuberung auch des letzten Völkerkundemuseums. Die politisch aufgezwungene utopische Engelsqualität widerspricht – so behaupte ich – der realen Natur des Menschen: Seinem Revierverhalten, seinem Freiheitsdrang, seiner Selbstbehauptung, seiner Sorge um den eigenen Nachwuchs. Diese evolutionären Antriebe sind dabei so real wie die Schwerkraft. Menschen mit Zwang zu „neuen Menschen“ formen zu wollen, hat stets in die brutale Diktatur geführt und wird auch diesmal über kurz oder lang dort enden. „Mutti“ Merkel hat dieses Land kindisch gemacht mit dem impliziten Versprechen, über seinen süß träumenden Schlaf zu wachen – und die Mehrheit in diesem Land wollte es so: Sie wollten gut sein. Nun wacht dieses Land aus seiner Traumwelt auf, kann die Wirklichkeit nicht fassen und hat zu Recht Angst – und weite Teile unserer Gesellschaft werden plötzlich allenthalben als „rechtsextrem“ beschimpft, während dem Land noch immer nur die Teile der Wirklichkeit gezeigt werden, die in das Kindermärchen vom konfliktfreien Wohlfühlzimmer mit lauter lieben Spielkameraden passen. In dem Maße, wie die Märchenwelt schrumpft und es mit dem utopischen Paradies nichts wird, bedarf es immer neuer Feindbilder, deren angebliche Bosheit zwischen Deutschland und dem Paradies steht, um die Diskrepanz zwischen dem „makellosen“ neudeutschen Gutwunsch und der Realität hinwegzuerklären.
Zu diesem Feind wird nun mehr und mehr das deutsche Volk stilisiert – bis zu dem Grad, dass die Politik tatsächlich mit dem 8. Mai, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches mitsamt seinen Bevölkerungs- und Gebietsverlusten und der jahrzehntelangen Fremddominanz beider deutscher Nachkriegsstaaten, als einem künftigen Staatsfeiertag liebäugelt. Das wäre der Tag, in dem sich der Bundestag quasi offiziell von Deutschland als Volk, Deutschland als Nation, Deutschland als Idee verabschiedet. Das täglich erlebbare Beschimpfen von erheblichen Teilen der Bevölkerung als angeblich nicht sittlich adäquat spricht für ein verqueres, von Dogmen geprägtes Gesellschaftsbild. Hier kämpfen mit Schiller die Götter „gegen die Dummheit selbst vergebens“, wie stets, wenn in Deutschland idealistisches Wunschdenken bürokratisiert und so der Gerechtigkeitsbegriff falsch verstanden und vulgarisiert wird. Gerechtigkeit sei angeblich nicht mehr, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind oder gleichberechtigt: es wird in diesem Staat so getan, als müssten alle Menschen bei allen Unterschieden in Aussehen oder Talenten noch wortwörtlich „gleichgestellt“ und damit gleichgemacht sein. Die Erwähnung aller realen Unterschiede oder empirisch erfassten Eigenschaften wird staatsbürgerliche Todsünde, wie ein Naschen vom Baum der Erkenntnis. Dann wird noch vom Ausland erwartet, dort möge man genauso weltfremd und blöd sein. Unterschiede und den natürlich legitimen Antagonismus der Interessen habe die Menschheit abgeschafft, und „antiquierte“ oder gar „rassistische“ Überlebensinteressen und Stolz ließen sich andere Nationen in vulgärmaterialistischer Weise mit Geld abkaufen. Deutschland macht deshalb eine harte, aber völlig erwartbare Erfahrung mit der Türkei, welche Raspails „Heerlager der Heiligen“ (1973) verwirklicht und uns mit zu versorgenden, unter freiem Himmel campierenden Menschenmassen unter Druck setzt – Erdogan Geld zu geben oder Militärhilfe zu leisten. Erwartbar war auch die typische Manipulation des Deutschlandfunks (am 4.3.2020 in den Nachrichten um 5.30 Uhr) gegen die eigene Bevölkerung. Entgegen den gewalttätigen griechischen Nachrichtenbildern und entgegen den offiziellen türkischen Zahlen war im DLF rührselig von „Frauen, Männern und Kindern“ – in genau dieser Reihenfolge - die Rede und die von der türkischen Regierung genannten, in der Grenzprovinz Edirne konzentrierten 76 Tsd. schrumpfen zu „mehreren tausend Flüchtlingen“. Übrigens – nehmen Sie einen Prospekt vom Aldi und schauen Sie sich die Seiten mit den Kindersachen an, das penetrante Eine-Welt-Regenbogentheater, auf das Sie konditioniert werden. Immerhin: Die Griechen scheinen es Gott sei Dank ernst zu meinen und wollen mit Schnellverfahren und harten Gefängnisstrafen für illegale Einreise eine Wiederholung von 2015 verhindern.
Merkel hat mit der Welle illegaler Einwanderung von 2015-2016, die geräuschlos legalisiert und mit Verwaltungshandeln „integriert“ werden soll, Brückenköpfe geschaffen. Sie hat die Attraktivität und den fehlenden Abwehrwillen unseres Landes popularisiert. Merkel hat gut 1,8 Millionen kulturfremder Menschen unter Rechtsbruch ins Land gelassen und hat Nachahmern gezeigt, wie fürsorglich illegalen Einwanderern Lebensbedingungen auf Kosten der Einheimischen („niemand wird etwas weggenommen“) bereitgestellt werden, auf die sie in ihren Herkunftsländern mit Sicherheit niemals hätten hoffen können, zu einem Umverteilungs-Wohlstand geholfen wird, den sie niemals hätten erwirtschaften können. Die Kosten dafür werden in allgemeinen Statistiken anonymisiert und nicht nachvollziehbar sozialisiert. Sie, liebe Leser, sehen vor den Flüchtlingsunterkünften mit allem Zutrauen in die Zukunft geparkte Kinderwagen stehen – und fragen sich, warum für Ihre eigenen Enkel Kinder ein Hindernis in der beruflichen Laufbahn, der Wohnungssuche usw. sein sollen. Sie sehen, dass die Zahl der zugelassenen PKW in Deutschland sich auf 65 Mio. zubewegt, Sie hören von dringenden Forderungen nach Wohnraum, und Sie haben dabei im Bewußtsein, dass die Zahl der Deutschen, der Einheimischen, eigentlich seit Jahren schrumpft. Und während Sie das noch denken, erzählt Ihnen im Radio irgendein vorgeschickter höherer Polizeifunktionär, die größte Gefahr für die Sicherheit im Land sei der Rechtsextremismus und der Integrationsgipfel vom Dienst berät sich über den Kampf gegen „Islamfeindlichkeit“. Denn wenn der Deutsche am vermeintlichen irdischen Paradies, dem offensichtlichen Staatsziel, der vermeintlichen Auslöschung aller Gegensätze auf Erden „versagt“ und seine Herrschenden enttäuscht hat, dann müsse er ja Schuld auf sich geladen haben. Woanders darf Schuld nicht gesucht werden, denn nach deutschem Wunsch ist die Welt lieb.
Die falsch verstandene Humanität, mit der die kinderlose Frau Merkel jedes langfristige Interesse unserer Gesellschaft mit dem Ziel ihres politischen Überlebens opferte, hat eine zweite Migrationswelle aus Vorderasien und Mittelasien provoziert. 2015 wurde der Präzendenzfall geschaffen. Merkel hat der Welt gezeigt, dass uns unsere Zukunft angeblich egal ist, und Merkel hat Erdogan gezeigt, dass sie im Interesse der Vermeidung unschöner Bilder zu allem bereit ist. Erdogan läßt sich entgegen dem vulgärmaterialistischen deutschen Kalkül, das stets das Scheckbuch zückt, seine nationalen Interessen nicht abkaufen. Um der Bildung eines Kurdenstaates zuvorzukommen, hat er sein Militär in Nordsyrien einmarschieren lassen, wo er nichts zu suchen hatte. Das syrische Regime – ob man es nun mag oder nicht – verteidigt sein eigenes Land gegen landesfremde Okkupanten verteidigt und hat dabei noch die Rückendeckung Moskaus. Erdogan will die Unterstützung der NATO, eines 1949 als Defensivbündnis definierten Staatenbündnisses, und reißt an seiner Westgrenze den Riegel auf, um uns gefügig zu machen. Kein Europäer, der seinen Verstand beisammen hat, kann sich einen NATO-Krieg mit Russland, zumal für uns ohne jede Not, im Interesse der Türkei wünschen – ein Zusammenhang von Erdogans Grenzöffnung mit einem mutmaßlich russischen Luftangriff, der mindestens 30 türkische Soldaten das Leben kostete, liegt auf der Hand. Folglich stehen Türken und Russen bereits in direkter Konfrontation. Dabei wird seit neun Jahren in Syrien Krieg geführt. Stets wurde in unseren Medien Assad als der Teufel persönlich dargestellt, der Opposition gnadenlos mit Fassbomben traktiere und unprovoziert sein eigenes Volk mit Krieg überziehe. Alle möglichen Konstrukte wurden im Westen und insbesondere in Deutschland bemüht, um Assad und sein Regime als illegitime Clique zu zeichnen, mit der partout nicht gesprochen oder gar verhandelt werden könne. Wir kennen den studierten Augenarzt Bashar al-Assad nicht persönlich, und seine Standpunkte dringen heute nicht in unsere Medien. Es wäre immerhin interessant gewesen, die einmal zu hören. Ich muss aber gewiss kein Freund von Assad sein, um ihn im Interesse der bedrohten Menschen als eine Realität zur Kenntnis zu nehmen.
Es war Präsident Trump möglich, nach gut 17 Jahren des von Bush Junior in Afghanistan begonnenen Krieges mit den Taliban zu verhandeln, mit denen keine ausländische Interventionsmacht je fertig wurde und die nach Lage der Dinge in Afghanistan immer in irgendeiner Form eine Realität darstellen werden. Ich beschönige und verkläre diese Leute nicht. Dennoch muss ich in Analogie an den Dreißigjährigen Krieg im Deutschland des 17. Jahrhunderts denken, der mit der pragmatischen Formel „Cuius regio – eius religio“, zu Deutsch: mit dem „Westfälischen Prinzip“, der gegenseitigen Anerkennung und Verpflichtung zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen Machthabers tatsächlich befriedet wurde. Dies, nachdem sich alle anderen, „humanitär“, „religiös-heilsorientiert“ oder sonst wie interessiert begründeten ausländischen Interventionen totgelaufen hatten und unser Land von ausländischen Interventen von den Schweden bis zu den Kroaten gründlich geplündert und verwüstet war. Assad mit „Regime Change“ typisch amerikanischen Musters stürzen zu wollen gelang nicht, weil er mächtige Freunde hatte, und eine völkerrechtliche Ungeheuerlichkeit war dieses Ansinnen sowieso. Wenn wir schon von echten Flüchtlingen reden: Wer hindert die EU heute, mit Assad pragmatisch Gespräche aufzunehmen – was müssen wir tun, damit Syrer in Syrien wieder in Frieden leben können, wenn all die ausländischen Interventen wieder dorthin gegangen sind, wohin sie gehören? Wer hindert die EU daran, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass Assad eine Realität ist und die Zukunft Syriens mit ihm stattfinden wird? Welche Lösung kann denn eine Lösung sein, die Realitäten ausblendet und vorgibt, die Probleme anderer Staaten bei uns zu lösen? Ein Frieden wäre immerhin ein Frieden. Der humanistische Imperialismus des UN-Picard gehört nach Hollywood.
Humanismus ist nur möglich mit Grenzen, eine bekannte Feststellung Professor Schachtschneiders. Wir merken gerade, in welchem Kokon weite Teile der deutschen Bevölkerung leben wollen. In Berlin demonstrierten im Namen der „Seebrücke Berlin“ am 3.3.2020 nach Polizeiangaben 3.500 Menschen (nach Angaben der Organisatoren gar 8.000) für eine Aufnahme des neuen Ansturms (s. https://www.spiegel.de/…/fluechtlingskrise-tausende-mensche…). Tagesschau & Co. sind auf Mitleidsberichterstattung getrimmt. Die ZEIT tönt: „Europa ist ein kaltherziges Monster“. All diese Menschen wollen offenbar glauben, man könne Hunderttausende unbekannter Menschen in einen Raum vermeintlich ewig freundlicher und gesitteter Ordnung bringen, die alarmierenden Mängel des eigenen Landes dabei völlig ignorieren, und dabei noch glauben, die Aufnahme all dieser kulturfremden Menschen verändere die eigene Ordnung qualitativ nicht. Man kann in diesem Land zweitrangige Gefahren zu Existenzbedrohungen aufblasen, echte Existenzbedrohungen für den Fortbestand der indigenen Kultur aber aus dogmatischen Antrieben ignorieren. Man kann in seinem Wahn Nachbarstaaten, deren Regierungen nach demokratischem Volkswillen gewählt sind, als vermeintlich unfrei oder extrem denunzieren. Man kann in diesem schizophrenen Land hysterische Panikkäufe einer aus China eingeschleppten Lungenkrankheit wegen tätigen, zugleich aber eine zweite radikale Öffnung unserer Grenzen fordern. Es hat jeden gesunden Selbsterhaltungstrieb abgelegt und bildet sich in brachialer Selbstüberschätzung ein, seine Bedrohungen nach Gusto zu selektieren. In diesen Zusammenhang stelle ich eine Zeitungsmeldung im „Schwarzwälder Boten“ vom 3.3.2020, die einen Besuch des Rottenburger Bürgermeisters Weigel – samt der Integrationsbeauftragten Kougioumtzidou, EKD-Vertretern und Vertretern der „Initiative Seebrücke“, die in Deutschland bereits „140 Sichere-Hafen-Städte“ umfasst, in dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos thematisiert. Häßliche Bilder in einem dysfunktionalen Lager, die wir Herrn Erdogans Kalkül verdanken, werden von deutschen Gutmenschen erwartungsgemäß nicht ausgehalten. Diese „Sichere-Hafen-Städte“ wollen nun 500 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aufnehmen – mit der Begründung, es gebe in dem Lager viele sexuelle Übergriffe auf Kinder. Abgesehen davon, dass die Aufnahme von UMAs nach merkeldeutscher Logik nicht etwa in Rückführung, sondern in Familiennachzug endet, frage ich – von welchen Schutzbedürftigen werden denn diese Kinder im Flüchtlingslager mißbraucht, und brauchen wir diese freundlichen Schutzbedürftigen dann hier? Inzwischen habe Ministerpräsident Kretschmann einen Brief verschiedener Initiatoren erhalten, der aus humanitären die Aufnahme weiterer mindestens 5.300 UMAs in Baden-Württemberg fordere. Das „Narrenschiff Utopia“, vor dem Franz Josef Strauß am 7.10.1986 gewarnt hatte, hat sich in der Politik durchgesetzt und ist längst selbst in Seenot.
Merkel hat sich mit ihrer einsamen und grundgesetzwidrigen Entscheidung von 2015 in einen offenen Konflikt mit weiten Teilen unseres Staatsvolks begeben und lässt nicht ab, diese Menschen täglich diffamieren zu lassen. Ich bin gespannt, ob sie realisiert, dass nach den gemachten Erfahrungen die vorherrschende Stimmung im Lande 2020 eine andere, eine antiutopische ist.
Ihr
Emil Sänze









